Studium und Beruf

BIZ zu Besuch: Wie finde ich das passende Studium, den passenden Beruf?

In den vergangenen Wochen fand für die 9ten und 10ten Klassen eine Veranstaltung des Berufsinformationszentrums (kurz BIZ) statt. Leider konnten wir aufgrund der Pandemie nicht wie gewohnt in das Zentrum fahren, sondern zwei Damen kamen zu uns. Zunächst stellten die beiden uns verschiedene Tests vor, mit deren Hilfe es uns gelingen sollte, passende Berufe zu finden. Anschließend recherchierten wir mit Hilfe von verschiedenen Websites über diese Berufe.

Eine davon ist BERUFENET, die andere „Hochschulkompass“. BERUFENET ist ein Informationsportal der Bundesagentur für Arbeit rund um das Thema Berufe in Deutschland. Hier werden verschiedene Ausbildungen, Studienfächer und Weiterbildungen vorgestellt und beschrieben. Es sind alle Berufsbilder aufgelistet, die es in Deutschland gibt. BERUFENET hat über 3.100 aktuelle Berufe gespeichert, sie sind 123 Berufsfeldern und 16 Berufsbereichen zugeordnet.

Der Hochschulkompass ist ein kostenloses und frei zugängliches Internetportal, das über staatliche und staatlich anerkannte deutsche Hochschulen, deren Studienangebote und Promotionsmöglichkeiten sowie Internationalen Kooperationen informiert. Dort gibt es eine große Auswahl. Deswegen kann man dann nach Hochschultyp, Abi gut/Abi schlecht, und Bundesländern filtern. Zum Schluss durften wir in BERUFENET noch nach ein paar Informationen über Ausbildungen und Studienfächer suchen.

Allgemein lässt sich sagen, dass es ein sehr informativer Tag war und vielen von uns geholfen hat. (Laura, Klasse 9 und Johanna, Klasse 10)

Berufsberatung für die Oberstufe: Dirigent, Theologe oder Filmemacher?

Lieber Goldschmied oder Architekt sein? Mit dieser Frage und einigen anderen beschäftigten wir, die Jahrgangsstufe 1, uns in der vergangenen Woche. Auslöser für diese doch schwierige Entscheidung war ein Vortrag über Berufsorientierung und Bildungsmöglichkeiten nach dem Abi von Christine Karvath, Beraterin vom Hochschulteam der Bundesagentur für Arbeit.
In ihrer Präsentation beschäftigte sie sich unter anderem mit der Berufswahl und ließ uns einen Test machen, der uns - basierend auf unseren Interessen - passende Berufe vorschlug.
Goldschmied und Architekt, Theologe und Filmemacher oder Dirigent und Sporttrainer waren dabei, um nur ein paar der interessanten Zusammenstellungen zu nennen.
Außerdem redete Frau Karvath über mögliche Studienwege und in einem weiteren Test fanden wir heraus, ob wir besser an die Universität oder z.B. an eine Duale Hochschule passen würden.
Auch der den Vortrag begleitende Lehramtspraktikant nahm an beiden Tests teil, erlebte aber keine böse Überraschung: Lehrer gehörte zu seinen Berufsvorschlägen.
Am Ende kam fast jeder von uns mit neuem Wissen über sich selbst und Ideen für die Zeit nach dem Abi aus dem Vortrag heraus.
Vielen Dank an Frau Karvath für die wegweisenden Ausführungen und auch für die wahrscheinlich noch folgende Einzelberatung vieler Schüler unserer Stufe. Frederike, J1

Erlebnistruck der „expedition d“: Vom CoBot bis zur Künstlichen Intelligenz

Dass das „d“ in „d-Truck“ für Digitalisierung steht, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen am Montagmorgen direkt beim Betreten des riesigen LKWs, der bereits vor der ersten Schulstunde das Interesse vieler am Schulleben Beteiligter erregt hatte. Aber was hat das Bäckerhandwerk mit Digitalisierung zu tun? Und wofür könnte ein Friseurlehrling in Zukunft eine VR-Brille in seiner Ausbildung benötigen?

Doch fangen wir am besten einfach mal von vorne an: 40 Tonnen, 105 Quadratmeter verteilt auf 2 Stockwerke, 12 digitale Lern- und Erlebnisstationen mit insgesamt 26 Technologien - das ist der Erlebnistruck der "expedition d - Digitale Technologien. Anwendungen und Berufe". Dieser Riese auf Rädern beinhaltet eine Lernwelt zur MINT-Berufsorientierung, in der von Augmented Reality über Künstliche Intelligenz bis hin zur Robotik alles geboten ist.

Nach einer ersten Einführung durch Marie, eine der beiden Coaches des d-Trucks, die mit dem Abfragen des Vorwissens der Schülerinnen und Schüler begann und dann vor allem den Zusammenhang von Digitalisierung und Berufsorientierung erläuterte, aber auch technische Grundlagen der Digitalisierung sowie Gefahren und Nützlichkeit der neuen Möglichkeiten technischer Geräte thematisierte, durften die Jugendlichen im oberen Stockwerk des LKWs in Kleingruppen aus den Themen „Smarter Museumsrundgang“, „Auto der Zukunft“, „Digitales Fitnessstudio“ „Digitaler Homeguard“ und „Digitaler OP-Assistent“ wählen. Daraufhin galt es dann, alle Möglichkeiten des d-Trucks selbst zu erforschen und dabei ganz nebenbei auch noch etwas über die Einsatzmöglichkeiten digitaler Neuerungen im gewählten Bereich zu lernen. Mithilfe der verschiedenen Technologien mussten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Aufgaben lösen. So gab es im sog. „Raum der Technologien“ im ersten Stock des Trucks zum Beispiel einen CoBot, einen Roboter, der mit Menschen zusammenarbeitet, dem man Bewegungsabläufe zeigen musste und diese abspeichern konnte. Dadurch brachten die Jugendlichen dem CoBot nach und nach bei, einen Gegenstand aufzuheben und an einer bestimmten Position wieder abzusetzen. An einer anderen Station konnten die Gruppen mithilfe des 3D-Scans den fehlenden Henkel einer Vase rekonstruieren, mittels einer VR-Brille ein Fahrrad zusammenbauen oder mussten ein Codepuzzle lösen, um damit schlussendlich die Lichter im d-Truck selbst steuern zu können.

Im Anschluss an diese interaktive Phase wurde im zweiten Stock des Trucks, im „Raum der Ideen“, angeleitet durch die beiden Coaches darüber diskutiert, welche der zuvor erprobten Technologien notwendig sind, um digitale Innovationen, etwa ein selbstfahrendes Auto, herzustellen.

Insgesamt bot der Truck viel Raum zum eigenen Ausprobieren, aber auch zum Nachfragen und Diskutieren, sodass die Zehntklässler mit vielen neuen Eindrucken und Ideen für ihre spätere Studien- oder Ausbildungswahl aus der digitalen Wunderwelt des d-Trucks zurück auf den Schulhof kamen.

Da die verschiedenen Workshops in unterschiedlichen Niveaustufen angeboten werden, hatten neben den 10. Klassen auch die 7. Klassen noch die Möglichkeit, gemeinsam mit ihren Fachlehrern den d-Truck zu erforschen. Auch sie waren fasziniert von der Vorstellung, dass ein Friseurlehrling in Zukunft mit einer VR-Brille anstatt an einem mutigen Modell an einem digitalen 3D-Modell Haarschnitte üben kann. Und auch sie erfuhren, was in der Backstube heutzutage schon so alles digitalisiert bzw. automatisiert werden kann.

Wer nun sorgenvoll von dem Gedanken gepackt wird, dass der Mensch sich durch die Digitalisierung ja bald selbst abschaffe, der sei beruhigt mit einem Blick in die eben erwähnte Backstube: das Brezelformen bleibt Handarbeit, daran ändert vorerst auch die Digitalisierung nichts!  (po)

Berufsinformation: „Polizei sucht Leute auf allen Ebenen“

Glücklicherweise hat das Gymnasium Neureut nur sehr, sehr selten die Polizei im Haus. Jüngst aber war sie den ganzen Vormittag im Gebäude an der Unterfeldstraße und hatte Schlagstöcke und Pistolen dabei. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich allerdings nichts zuschulden kommen lassen. Im Gegenteil: Sie wurden umworben.

„Die Polizei braucht Leute auf allen Ebenen“, erzählte Polizeimeisterin Conny Petermann. Zusammen mit Polizeikommissaranwärter Guillaume Schweitzer, der ein ehemaliger Schüler des Gymnasiums Neureut ist, besucht die erfahrene Polizistin zahlreiche Schulen in Karlsruhe, um Jugendliche ab Klasse 9 für den Beruf zu begeistern. Körperlich fit, recht sportlich und mindestens 1,60 Meter groß sollte man sein, um bei der Polizei anzufangen. Natürlich sollten die Bewerber auch eine „weiße Weste“ haben, also nicht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sein. Dass das Interesse an rechtlichen Fragen auch eine wichtige Voraussetzung ist, machten die beiden Besucher in Uniform ebenfalls deutlich. Welche Möglichkeiten gibt es bei der Polizei? Junge Leute von 16 bis 32 Jahren können – je nach Schulabschluss und Interesse – eine Ausbildung zum Polizeimeister oder zur Polizeimeisterin machen oder ein Bachelorstudium zum Polizei- Kriminalkommissar oder Polizeikommissar absolvieren. Für die Ausbildung, die 30 Monate dauert und eine Mischung aus theoretischem Unterricht und praktischen Phasen ist, wird ein mittlerer Bildungsabschluss benötigt. Das Studium dagegen dauert 45 Monate und ist in Studienphasen an der Polizeihochschule Villingen-Schwenningen sowie Praxisphasen in Polizeipräsidien oder Revieren aufgeteilt. Bewerberinnen und Bewerber müssen das Abitur oder eine Fachhochschulreife vorweisen können.

Conny Petermann machte deutlich, wie spannend, aber auch verantwortungsvoll und nicht immer ungefährlich dieser Beruf ist. Seit 30 Jahren übt die quirlige Polizeimeisterin ihren Beruf bereits aus und hat schon viele merkwürdige Situationen erlebt. Nichts Menschliches ist ihr mehr fremd – ebenso wie vielen ihrer Kolleginnen und Kollegen.

Für eine Ausbildung oder ein Studium möchten Petermann und Schweitzer vor allem die Oberstufe gewinnen. „Bei den Neuntklässlern geht es darum, sie für ein Praktikum bei der Polizei zu begeistern“, so die Polizeimeisterin. Schon ein Jahr vor Beginn des BoGy-Praktikums – der Berufsorientierung am Gymnasium – müssen sich Interessenten bereits beim Polizeipräsidium bewerben. Wenn sie angenommen werden, können die Jugendlichen fünf Tage lang schnuppern und vieles erfahren: Referenten sprechen über ihre spannende Arbeit bei der Polizei, die Spurensicherung stellt sich vor, die Schülerinnen und Schüler dürfen mit Farbpatronen schießen, die Reiterstaffel und die Polizeihundestaffel besuchen. Einen kleinen Einblick in die Ausrüstung der Polizei haben die Jugendlichen am Gymnasium Neureut bereits beim Besuch von Conny Petermann und Guillaume Schweitzer bekommen: Sie durften das Magazin einer Polizeipistole mit der 9-Millimeter-Munition betrachten und Bekanntschaft mit der Technik eines Schlagstocks machen. Wer Interesse an einem Praktikum oder an einer Laufbahn bei der Polizei hat, kann sich unter karlsruhe.berusinfoping@polizei.bwlpong.de informieren. (mh)

Berufsbildungskonzept

Klassenstufe 9

Ansprechpartner: Frau Sackmann und Frau Hohmann

  • Besuch des Berufsinformationszentrums der Agentur für Arbeit
  • Infoveranstaltung zum Bogy-Praktikum in Klasse 10 und „Wege nach dem mittleren Bildungsabschluss“ vor dem 2. Elternabend
  • Fach Gemeinschaftskunde: Vorbereitung des Bogy-Praktikum
  • Bewerbungsseminar durch den Stadtjugendausschuss Karlsruhe: Lebenslauf und Bewerbungen schreiben, Bewerbungsgespräche führen

Klassenstufe 10

  • Bogy-Praktikum inklusive Vor- und Nachbereitung
  • Fach Gemeinschaftskunde:: Allgemeine Informationen zum BoGy- Praktikum, BoGy-Kompass, Wege zum Beruf, BoGy-Bericht


Kursstufe 1

  • Berufsinformation im Kursverband (Berufsberaterin Agentur für Arbeit)
  • Berufsberatung in Einzelgesprächen (Berufsberaterin Agentur für Arbeit)
  • Studien- und berufsorientierende Vorträge (Berufsberaterin der Agentur für Arbeit)
  • Bewerberseminar der Sparkasse Karlsruhe
  • Informationen zu den Zentralen Studieninformationstagen in der Region
  • Studieninformation der baden-württembergischen Servicestelle für Studienin-formation-, orientierung und -beratung: Veranstaltung mit Studienbotschaftern
     

Kursstufe 2

  • Studien- und Berufsberatung in Einzelgesprächen durch Berufsberater der Agentur für Arbeit

 

Allgemeine Angebote

  • Berufsinformationsnachmittag
  • BEST Seminare zur Berufsinformation und -findung

 

Orientierungstest der Hochschulen BW

Ab 2011 ist es für alle Studienbewerberinnen und Studienbewerber in Baden-Württemberg Pflicht, ein Orientierungsverfahren zu absolvieren.
Ausführliche Informationen erhält man unter www.studieninfo.de
Es gibt einen Selbst-Test zur Studienorientierung für künftige Lehramtsstudierende. Dieser baden-württembergische "Lehrertest" kann unter www.bw-cct.de gestartet werden.

 

Der „Karlsruher Weg“

Auf der Website der „Karlsruher Weg“ werden die Angebote der Veranstalter auf dem Gebiet der „Berufs- und Studienorientierung“ in Karlsruhe gebündelt.

Jugendnetz

Das Informationsportal für Jugendliche "Jugendnetz" ist eine tolle Informationsplattform; hier findest du Informationen und Links zu den unterschiedlichsten Themen und Themenbereichen. Auf den "jungen Seiten" geht es z.B. um Berufswahl, professionelles Bewerben, um Behördenkram, Finanzen, Versicherungsschutz und Infos z.B. zum Wohnen und Reisen.
Dabei erhält man nicht nur Fakten und nützliche Tipps, "sondern auch interaktive Quizspiele, Typentests oder Rollenspiele, die selbst vermeintlich trockene Themen lebendig machen". Ebenso informativ und hilfreich könnten für dich die Gruppen "Markt & Jobs", "Plattformen", "In der Schule", "Vor Ort", "Adressen und Portale", "Stichworte & Toplinks" sein. Ein Besuch lohnt sich allemal. Vielleicht bist du sogar an der Mitarbeit interessiert.

 

Hochschulen

Die allgemeine Hochschulreife ist das Ziel gymnasialer Ausbildung. Gleichwohl legt die Schule im Rahmen einer zukunftsorientierten Bildung und Ausbildung großen Wert auf vielfältige Informations- und Hilfsangebote zur Studien- und Berufswahl.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen, die von Universitäten, Hochschulen, Berufsakademien und sonstigen Ausbildungstätten mit der Bitte um Veröffentlichung an die Schule herangetragen wurden. (Für den Inhalt (Richtigkeit/Vollständigkeit der Angaben, Aktualität etc.) übernimmt die Schule keine Verantwortung.)

  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zur Bedeutung und Funktion des Orts-NC bz. Uni-NC an Hochschulen: Uni-Halle Orts-NC
  • Universität Heidelberg für Schülerinnen und Schüler mit Interesse an einem Lehramtsstudium für Gymnasien:

Homepage der Universität Heidelberg
Angebot des Zentrums für Lehrerbildung

 

Stipendien

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, an ein Stipendium zu gelangen - dies ist keineswegs nur den Hochbegabten vorbehalten!
Das Portal mystipendium.de bietet vielerlei Informationen zu dem Thema; man kann sich über eine Suchmaschine aus über 2000 Möglichkeiten Vorschläge machen lassen. Wegen der langen Vorlaufzeiten empfiehlt es sich, sich frühzeitig zu informieren bzw. zu bewerben!


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