Künftige Fünftklässler/innen

Vorstellungsabend: "Wer sich wohlfühlt, lernt auch gut"

Ein Gast brachte es am Schluss des Abends im Chat auf den Punkt. „Sie bleiben bodenständig und konzentrieren sich auf das Wesentliche: auf das Soziale und die Umwelt! Die Vorstellung Ihrer Schule hat mir sehr gut gefallen“. Auch wenn sich Schulleiterin Eva Gröger-Kaiser und ihr Team über dieses Lob natürlich gefreut haben: Das Angebotsspektrum am Gymnasium Neureut weist weit über das fest etablierte Sozialcurriculum und die zertifizierte Umweltschule hinaus.

Deutlich wurde das beim digitalen Vorstellungsabend für Viertklässler und ihre Eltern, an dem in acht verschiedenen Chats und unter Einbezug fast aller am Schulleben beteiligten Gruppen gezeigt wurde, wie vielfältig die Schule an der Unterfeldstraße ist. Besonders gut besucht waren die Veranstaltungen zur Sprachenfolge, zum MINT-Profil, aber auch zum Startkonzept am Gymnasium Neureut.

Neu ist am Gymnasium Neureut die Sprachenfolge.  Erstmals kann Latein nach Englisch als zweite Fremdsprache in Klasse 6 gewählt werden. Und in Klasse 8 ist es nun möglich, Spanisch als Profilfach zu belegen. Französisch können Schülerinnen und Schüler nach wie vor als erste oder zweite Fremdsprache wählen oder – und das ist neu – ganz darauf verzichten, wenn sie stattdessen Latein lernen möchten. Mit der neuen Sprachenfolge, so machte Lateinlehrerin Claudia Klant deutlich, könne die 10. Klasse automatisch mit dem Latinum abgeschlossen werden. Bisher musste der gesamte Stoff in drei Jahren vermittelt werden. Darüber hinaus sei die neue Sprachenfolge dem Wunsch vieler Eltern nach Spanisch als Profilfach geschuldet. „Sie haben die Qual der Wahl“, betonte die Abteilungsleiterin für die Sprachen, Birgit Breunig. Erst vor wenigen Wochen wurde das Gymnasium Neureut für seine hervorragende Kooperation mit Partnerschulen in Frankreich mit dem Oberrheinsiegel ausgezeichnet. „Das ist schon etwas Besonderes, was wir hier im Fach Französisch auf die Beine stellen“, meinte die Fachbeauftragte für Französisch, Anja Buff, und wies auch auf das DELF-Zertifikat hin, ein weltweit anerkanntes Sprachdiplom, das am Gymnasium Neureut erworben werden kann und das auf der ganzen Welt anerkannt wird.

Fast 90 Interessierte informierten sich auch im MINT-Chat, wo Abteilungsleiter Michael Bücheler und Informatik- und Mathematiklehrer Philipp Kupferschmied anschaulich erklärten, warum das Gymnasium Neureut immer wieder die strengen Kriterien als MINT-EC-Schule erfüllt und mit einem Zertifikat ausgezeichnet wird. Die besondere Förderung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik beginnt schon in Klasse 5 und 6 mit Medienbildung und der Einführung in die interne Lernplattform Moodle, in Textverarbeitung und Excel. In Klasse 7 wird dann explizit Informatik unterrichtet und in Klasse 8 gibt es neben Spanisch zwei Profilfächer im MINT-Bereich zur Auswahl: Naturwissenschaft und Technik (NWT) sowie Informatik, Mathematik und Physik (IMP). Der Brückenkurs Informatik ist dann für diejenigen gedacht, die IMP nicht gewählt haben, aber dennoch Informatik als Leistungsfach in der Oberstufe belegen wollen. Neben diesen fest verankerten MINT-Inhalten finden am Gymnasium Neureut noch zahlreiche Wettbewerbe und Arbeitsgemeinschaften in diesem Bereich statt sowie beispielsweise auch die Schüler-Ingenieur-Akademie, ein Seminarkurs in der Oberstufe. Außergewöhnlich ist das MINT-EC-Schülerzertifikat, das diejenigen erwerben, die in ihrer Schullaufbahn besonderes Engagement in diesem Bereich gezeigt haben.

Neben diesen fächerspezifischen Chats bot das Gymnasium Neureut an diesem Abend durch den stellvertretenden Schulleiter Patrick Krätz und Lehrerin Anja Pfisterer auch einen Einblick in die Betreuungsmöglichkeiten – die kostenlose Hausaufgabenbetreuung, die Mensa sowie ein Angebot von Klever, das von Andrea Kirschnick vorgestellt wurde. Darüber hinaus wartet die Schule mit Angeboten der Beratung, der Seelsorge sowie der Schulsozialarbeit auf, wenn Probleme, Konflikte oder Krisen auftauchen sollten.

Bekannt ist das Gymnasium Neureut auch für sein großes und außergewöhnliches Sozialkompetenz-Curriculum, das neben dem sanften und auf die Gemeinschaft fokussierten Einstieg der Fünftklässler eine sehr große Bandbreite an gemeinsamen Unternehmungen sowie Informations- und erlebnispädagogischen Veranstaltungen etabliert hat, wie Abteilungsleiterin Aleksandra Griesinger und Lehrer Steffen Markert deutlich machten. Daneben spielt in der Klassenlehrerstunde, der sogenannten Methoden- und Sozialkompetenzstunde, die in Klasse 5 und 6 jeweils einstündig stattfindet, das Thema „Lernen lernen“ eine große Rolle, aber auch der Klassenrat und die Konfliktbewältigung. „Wenn sich ihre Kinder in der Schule wohlfühlen, lernen sie auch gut“, so das Fazit von Aleksandra Griesinger.

An diesem Abend stellten sich außerdem der Förderverein und der Elternbeirat in einem Chat sowie die Schülerinnen und Schüler der SMV in einem weiteren Chat vor. „Wir sind sehr groß und sehr aktiv“, so der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Markus Frank. Mit 600 Mitgliedern ist der Förderverein besonders effektiv in der Unterstützung des Gymnasiums Neureut. Die gut gefüllte Kasse diente beispielsweise in den vergangenen Jahren dazu, die Digitalisierung voranzubringen und alle Klassenzimmer mit Medienschränken auszustatten. Darüber hinaus aber werden auch Veranstaltungen und Exkursionen unterstützt. Der Vorsitzende des Elternbeirats, Frank Schlageter, erzählte von der sehr guten Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Lehrkräften, an der es „nichts zu bemängeln gibt“.  Auch Schülersprecher Yannick Remdt äußerte sich zusammen mit Hannah Derr von der SMV durchweg positiv über die Schule. Sie wiesen vor allem auf die Patenschaften zwischen älteren Schülerinnen und Schülern und den Fünftklässlern hin, aber auch auf das besondere Engagement des Gymnasiums Neureut bei dem Projekt „Schule gegen Rassismus“.

Beim abschließenden Chat der Schulleitung, bei dem die Eltern noch alle offenen Fragen stellen konnten, ging es vor allem um die Anmeldemodalitäten, die Sprachenfolge, den Klassenteiler, die Baustelle und die Auswirkungen der Pandemie auf die schulischen Kompetenzen der Kinder. Schulleiterin Eva Gröger-Kaiser machte deutlich, dass die Bauarbeiten aller Voraussicht nach 2024 beendet sein werden und die Schule dann in neuem Glanz erstrahlt. Und was die schulischen Auswirkungen der Pandemie angeht, so vermittelten die Abteilungsleiterinnen Birgit Breunig und Aleksandra Griesinger Zuversicht, dass die Lücken geschlossen werden können: „Wir sind dran!“, betonten sie. Und Eva Gröger-Kaiser beruhigte die Eltern, die Sorge haben, keinen Platz für ihr Kinder am Gymnasium Neureut zu bekommen. „In den vergangenen Jahren“, so meinte sie, „mussten wir noch niemanden ablehnen.“ Und was auch schön ist: Es wird bei der Klassenzusammenstellung nicht nur darauf geachtet, aus welchen Orten die Neuankömmlinge stammen. Jedes Kind darf auch zwei Freundinnen oder Freunde auf die Wunschliste setzen. (mh)

Hier finden sie nochmals die Folien des Vorstellungsabends sowie Links zu den Themen auf der Homepage:

Digitalisierung und Handy-Nutzung am Gymnasium Neureut:

Wissenswertes für unsere zukünftigen Fünftklässler

Mit den Themen Informatik, Digitalisierung und Mediennutzung im Unterricht beschäftigen wir am Gymnasium Neureut uns schon sehr lange. So haben wir als eines der ersten Gymnasien Informatik, Physik und Mathematik (IMP) als mögliches Profilfach in Klasse 8 eingeführt, es gibt in Klasse 5 bereits eine Unterrichtsstunde, in der sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Computer und der Textverarbeitung auseinandersetzen und in der Oberstufe besteht die Möglichkeit, Informatik als Grund- oder Leistungskurs zu wählen. Das Schulhaus verfügt über zwei Computer-Räume, in fast allen Klassenzimmern gibt es einen Medienschrank mit Beamer, Visualizer, PC und DVD-Player – noch in diesem Jahr werden dann alle Klassenräume mit dieser modernen Technik ausgerüstet sein. Darüber hinaus existiert ein Arbeitskreis aus Lehrerinnen und Lehrern, die sich damit beschäftigen, wie das Tablet zukünftig sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden kann.
Zum Interesse und der Offenheit von Schulleitung und Lehrkräften gegenüber der Digitalisierung gehört aber auch eine kritische Distanz. So agiert das Gymnasium Neureut streng im Hinblick auf die Handy-Nutzung von Schülerinnen und Schülern: Im gesamten Schulhaus ist die Verwendung des Mobiltelefons verboten; lediglich in der Oberstufe bzw. nach Anweisung der Lehrerinnen und Lehrer kann das Handy im Unterricht beispielsweise für Recherchen benutzt werden. Es darf darüber hinaus auch keinerlei Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülerin über soziale Netzwerke stattfinden. Bei vielen mehrtägigen Exkursionen in der Unterstufe müssen die Kinder nach Absprache zwischen Eltern und Lehrkräften das Handy zuhause lassen.
Auf diese Weise versuchen wir, eine Balance zwischen der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler auf der einen Seite sowie unserem Bildungs- und Erziehungsauftrag auf der anderen Seite herzustellen. (mh)

Die erste Zeit am Gymnasium Neureut

  • Schulhock vor den Sommerferien zum ersten ungezwungenen Kennenlernen
  • Materiallisten in den Sommerferien
  • Begrüßungstag - Einschulungsfeier
  • Orientierungswoche für die neuen 5. Klässler: Kennenlernen und gut ankommen am Gymnasium Neureut
  • Feste Klassenlehrerstunde für prosoziales Lernen (Meso-Stunde) in den Klassen 5 und 6
  • Klassenrat (ab Klasse 6)
  • Patenmodell für die Klassen 5 und 6
  • Klassenfahrt in Klasse 5 zur Stärkung der Klassengemeinschaft in Zusammenarbeit mit den Erlebnispädagogen vom Team „Wolkenkratzer“
  • Vortrag im Landesmedienzentrum „Sicheres Internet, Cybermobbing“ (Klasse 5 oder Klasse 6)
  • Elternabende zum Thema Chancen und Herausforderungen des Internets, z. B. „What's up“ (Hier finden Sie als Eltern interessante Links zum Thema)
  • Projekt „Mobbingfreie Schule - Gemeinsam Klasse sein“ der TK (Klasse 7)

Betreuungs- und Förderangebote

  • Mensa (täglich ab 12.30 Uhr)
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