Ökoschule: Aktuelles

Öko-Zertifizierung geschafft: Gemeinsam für eine lebenswerte Erde

„Jetzt ist die Zeit zu feiern“, sagte Eva Gröger-Kaiser in ihrem Schulleiterbüro, als das Ergebnis der Zertifizierung bekannt wurde: Das Gymnasium Neureut darf sich auch zukünftig EMAS-zertifizierte Umweltschule nennen. Und dann wurde tatsächlich gefeiert: kreativ, lebendig, ideenreich, lecker, mit einer unglaublich großen Anzahl an Menschen – bei einem rauschenden Fest, wie man so schön sagt.

Schon an den drei Vormittagen vor dem Fest war das Schulgelände an der Unterfeldstraße erfüllt von umtriebigem und konzentriertem Schaffen. Da wurde gehämmert und geschaufelt, gebacken, eingekauft, gekocht und gerührt, geprobt, gemalt, geschrieben und recherchiert. Jede Klasse und jeder Kurs beschäftigte sich intensiv mit einem Thema im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes. Der aus Lehrkräften bestehende Arbeitskreis Ökologie hatte im vergangenen Schuljahr beschlossen, im Rahmen der erneut anstehenden EMAS-Zertifizierung Umweltprojekttage zu veranstalten, an deren Ende dann das Fest für die Eltern und die Öffentlichkeit stehen sollte.

Am Morgen war der Umweltgutachter Henning von Knobelsdorff an die Schule gekommen, der das Umweltmanagement des Gymnasium Neureuts auf Herz und Nieren prüfte. Im Vorfeld hatten die Umweltbeauftragte der Schule, Beate Göhler, sowie die Schulleitung und der ehemalige Umweltbeauftragte Ludwig Streib eine Menge Arbeit in das Zusammentragen von Daten, Fakten und in die Audits gesteckt: Wie und in welcher Form verbessert das Gymnasium Neureut seine Auswirkungen auf die Umwelt? Der Umweltgutachter gab nach Durchsicht der Unterlagen und einer genauen Inspektion der Schule grünes Licht: Das Gymnasium Neureut wird demnächst das offizielle EMAS-Zertifikat erhalten. Da das noch ein wenig dauert, übergab Beate Göhler kurzerhand die Umwelterklärung an Schulleiterin Eva Gröger-Kaiser. Und die Zahl der Gratulanten beim offiziellen Teil des Festes war groß: Umweltbürgermeisterin Bettina Lisbach freute sich mit der Schulgemeinschaft, Ortsvorsteher Achim Weinbrecht sowie einige Ortschaftsräte und Realschul-Rektor Andreas Boegl waren mit von der Partie. „Was Ihre Schule im Bereich des Umweltschutzes leistet, ist großartig“, betonte Bettina Lisbach. Sie sei immer wieder begeistert von den zahlreichen Projekten und der Verankerung des Umweltgedankens bei den Mitgliedern der Schulgemeinschaft. Der offizielle Teil wurde wunderbar umrahmt vom Unterstufenchor und der Band der J2 sowie dem Song „Narcotic“ der Solistin Hanna Derr – alles unter der Leitung von Anja Eckert.

Und dann konnten sich die Gäste umsehen, dazulernen, probieren und staunen, was die Schulgemeinschaft, die einzelnen Kurse und Klassen auf die Beine gestellt hatten. Sie liefen durch den Schulgarten, bewunderten das neue Bienenhotel, ein Umweltbeet und das Gartenhäuschen. Sie sahen Natur-Kunst auf dem Schulhof und wie aus Abfall ungemein kreative Skulpturen entstanden waren, die die Pausenhalle übrigens noch eine Weile schmücken werden. Interessierte konnten sich über alternative Ernährungsformen und die dadurch entstehende Reduktion des CO2-Ausstoßes schlaumachen. Sie sahen Fotos der Exkursion zum Unverpackt-Laden. Sie konnten auf dem Flohmarkt stöbern, Vogelhäuschen oder Schönes aus Holz kaufen oder sich über den Zusammenhang von Klimawandel und Hungerkrise informieren. Wie entsteht ein ökologisches Vollwert-Brot? Dieser Frage ging eine Klasse nach. Ein weiteres Projekt beschäftigte sich mit der Biodiversität am Beispiel des Waldes, ein anderes mit der Relevanz von Böden, eine Klasse hatte das Tierheim besucht und sich mit Tierrechten beschäftigt. Und wer dann hungrig und durstig wurde, konnte ohne schlechtes Gewissen – zumindest was den Umwelt-Aspekt betraf – schlemmen: Das gab es Cocktails aus ökologischen Zutaten, fair gehandelten Kaffee, süße Energiebällchen aus veganen Zutaten, vegetarische und vegane Dips, warme, vegane Gerichte und unterschiedliche, frisch gebackene Waffeln. Auch Apfelsaft konnten die Besucher kaufen, der am Tag zuvor durch das Malscher Saft-Mobil auf dem Schulhof gepresst worden war. Im Übrigen kamen auch Film und Theater nicht zu kurz. Eine Klasse hatte einen Öko-Krimi gedreht und diesen – übrigens immer mit einer Vielzahl an Gästen – in der Mensa abgespielt. Und eine 5. Klasse hatte das Thema Müll zum Anlass genommen, ein ungemein kreatives, witziges und mit Musik und Liedern untermaltes Stück zu schreiben, zu gestalten und aufzuführen. Kaum ein Plätzchen war bei den Aufführungen im Musiksaal mehr frei und der Applaus war gewaltig.

Was wird bleiben von diesen Öko-Projekttagen und dem Fest? Neben dem Erlös, der zur Hälfte an die Stiftung Artenschutz des Karlsruher Zoos und hier im Speziellen an das Regenwaldprojekt in Ecuador gespendet wird, werden das Gartenhäuschen, das neue Beet und das Bienenhotel dauerhaft zur Schule gehören. Und auch die Kunstwerke, der Film und das Theaterstück könnten demnächst noch einmal in einem anderen Rahmen Aufmerksamkeit erfahren. Vor allem aber bleiben diese drei Tage als Ereignis in Erinnerung, bei dem Lehrkräfte und Schülerschaft sich gemeinsam mit großer Freude und Leidenschaft einem der wichtigsten und zukunftsträchtigen Themen gewidmet haben: einer lebenswerten Erde für alle. (mh) (Siehe mehr Fotos weiter unten bei "Impressionen") (Fotos: Kimon Heinrich, Antje Maisch, Claudia Klant (1))

Impressionen von den Projekttagen und dem Projektfest

Zertifizierung zur Öko-Schule: Herzliche Einladung zum Projektfest

Zu einem ganz besonderen Projektfest lädt das Gymnasium Neureut am Freitag, 14. Oktober, alle Interessierten in die Schule an der Unterfeldstraße ein. Im Rahmen der erneuten Zertifizierung als Umweltschule – nur zwei Gymnasien in Karlsruhe dürfen diesen Titel tragen – veranstalten wir Öko-Projekttage, an deren Abschluss dann ein Fest mit der Präsentation der Projekte stattfinden wird. Um 16 Uhr beginnt die Veranstaltung; unter anderem wird Karlsruhes Umweltbürgermeisterin Bettina Lisbach sprechen und es gibt ein kleines, von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften vorbereitetes Rahmenprogramm. Das Wichtigste an diesem Tag aber ist die Vorstellung der Projekte. Am Mittwoch, Donnerstag und Freitagvormittag vor dem Fest arbeiten alle Klassen und Kurse an verschiedenen Themen: Es geht um Artenschutz, um CO2-Einsparungen durch alternative Ernährungsformen, um regenerative Energien, um eine Kreislauf- und Tausch-Wirtschaft, regionale Produkte und vieles mehr. Die Ergebnisse der Recherchen und Exkursionen präsentieren die Schülerinnen und Schüler dann am Freitagnachmittag in der Pausenhalle und in verschiedenen Klassenzimmern. Der Erlös geht übrigens zum allergrößten Teil an die Stiftung Artenschutz des Karlsruher Zoos und hier im Speziellen an das Regenwaldprojekt in Ecuador. Wir würden uns sehr freuen, viele Gäste begrüßen zu dürfen. (mh) (Foto: Ivan Tamas/Pixabay)

"Brutal" regional und lecker: Kartoffelfeuer im Schulgarten

Am einem Freitag war bei strahlendem Sonnenschein ein reges Treiben und ein dezenter Lagerfeuergeruch im Schulgarten zu bemerken. Die Schulgarten - und Umwelt - AG unter Leitung von Frau Greif und Frau Windisch haben sich zusammengetan und mit der aktuellen Ernte ein ganzes Menü zubereitet. Über offenem Feuer wurde eine Gemüsesuppe mit selbstgezogenem Mangold, Zucchini, Kartoffeln, Kürbis  und Zwiebeln gekocht. Weiterhin gab es Stockbrot und Kartoffeln mit Kräuterquark. Thymian und Rosmarin, die in den Quark gewandert sind, waren wenige Minuten vorher noch im Beet und auch die Minze für den Tee - wie könnte es anders sein, stammte aus dem Schulgarten. Brutal regional - so wurde quasi an diesem Nachmittag gekocht und die Schülerinnen und Schüler genossen die Produkte direkt vor Ort, das Feuer immer im Blick.Vielen Dank an alle Teilnehmer für den gelungenen Nachmittag.

Exkursion der Umweltsprecher: Vielfalt des Bodens entdeckt

Der Boden ist einer der am wenigsten erforschten Bereiche der Erde. Neben der Tiefsee ist die genaue Zusammensetzung des Bodens immer noch kaum untersucht. Um auch uns Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Neureut hier einen kleinen Einblick zu ermöglichen, besuchte uns  Rony Holzmüller. Er ist ein Experte im Bereich der Ökologischen Bodenforschung und hat bereits weitere Schulen in diesem Bereich geschult.

Zuvor trafen sich alle Ökosprecher der Klassen 8 bis 11, um einige organisatorische Angelegenheiten zu besprechen: Zur Zeit befindet sich eine Handysammelbox vor dem Sekretariat, in die man alte Handys abgeben kann. So können die verbleibenden Ressourcen besser genutzt werden. Auch wird der Verkauf von Ökopapier wieder jeden Mittwoch in der zweiten Pause vor dem Studiensaal stattfinden. Anschließend wurden die neuen Ökosprecher gewählt. Oskar Krück (Jgs1) wurde zum Umweltschulsprecher gewählt, Vincent Denecken (10a) und Philipp Delfinopoulos (10a) zu seinen Stellvertretern.

Dann begann die eigentliche Exkursion. Rony Holzmüller bat uns zunächst, unsere ersten Intuitionen zum Thema Boden aufzuschreiben. Danach sollten wir einen Bodennutzungsplan unserer Schule zeichnen. Dabei stellten wir uns die Schule von oben vor und zeichneten ein, wo gepflasterte oder zementierte Flächen liegen. Auch Grünflächen sollten wir markieren. An unserer Schule ließ sich eine für Deutschland typische Flächenentnahme zeigen: dabei nehmen 4 verschiedene Flächentypen (Grünflächen (52,3%), Bäume und Wälder (30,2%), Gebäude- und Siedlungsflächen (13,4%) sowie Gewässer (2,4%)), die gesamte Fläche ein. Der Boden hat dabei 6 verschiedene Funktionen. Doch der Boden selbst setzt sich auch aus verschiedenen Teilen zusammen. Diese sind Sand, Schluff und Lehm.

Nach dieser kurzen theoretischen Einführung gingen wir dann nach draußen, um die eigentliche Exkursion durchzuführen. Nach einem kurzen Abstecher in den Schulgarten, bei dem wir uns etwas Wasser mitnahmen, das später noch wichtig sein würde, gingen wir los in Richtung Heidesee. An einem Feld machten wir dann unseren ersten praktischen Versuch. Dafür nahmen wir etwas Erde in die Hand und gaben etwas Wasser dazu. Wir rollten dann das Erde-Wasser-Gemisch zu einer „Wurst“. Hält diese und zerbricht nicht, so enthält der Boden nicht nur Sand. Knirscht das Gemisch zusätzlich, so ist sicher Sand und Schluff im Boden enthalten. Dieses Verfahren nennt man „Fingerprobe“. Bei uns stellte sich ein für Neureut typischer, sehr hoher Sandgehalt heraus.

Mit einem Bohrstock nahmen wir dann unsere erste richtige Bodenprobe. Dabei wurde ein langer dünner Stab mit einem Hammer in den Boden geschlagen. Wenn man ihn wieder herausholt, sieht man die verschiedenen Erdschichten. Oben ist i. d. R. eine Schicht Humus zu sehen. Darunter färbt sich der Boden dann langsam rot wegen des Eisengehalts.

So nahmen wir auch noch eine Probe aus der Heide. Hier war eine Humusschicht deutlich besser zu sehen als auf dem Acker, da dieser ständig bewirtschaftet wird und sich so schlecht Kompost bilden kann. Außerdem fiel uns auf, dass der Boden extrem trocken war. In den unteren Schichten wurde er zwar wieder feuchter. Das nützt kleineren Pflanzen aber nur wenig, wenn ihre Wurzeln bis dahin nicht reichen.

Auf der Sanddünne der Heide nahmen wir ebenfalls eine Bodenprobe. Hier bestand der Boden nur aus Sand, weshalb die Fingerprobe versagte. Außerdem fielen uns zahlreiche Löcher im Boden auf. Diese kommen, wie man uns erklärte, durch Erdhummeln zustande, die sich hier vergraben, um dann aus der Erde zu kommen, wenn sie groß genug sind.

Weil es um die Mittagszeit auf offenem Feld schon sehr heiß wurde, suchten wir uns Schatten an einer kleinen Böschung. Auch hier nahmen wir eine Bodenprobe. Die Erde war zwar ebenfalls sehr trocken, die Humusschicht aber deutlich größer! Hieran konnten wir erkennen, dass sich schon über längere Zeit Sedimente abgesetzt haben müssen. Schließlich nahmen wir auch noch jeweils eine Bodenprobe aus unseren Schulgärten. Wenig überraschend war hier die Humusschicht deutlich größer und die Erde auch feuchter. In tieferen Erdschichten (40cm) sah der Boden aber ziemlich gleich wie der aus der Heide aus. Im Schulgarten der Realschule zeichnete sich ein ähnliches Bild ab: Zwar war die Humusschicht etwas größer, was durch die längere Bewirtschaftung des Gartens kommt, sonst sah der Boden aber gleich aus.

Gelernt haben wir, dass der Boden viel vielfältiger und heterogener ist, als wir dachten. Auch ist die Situation, hauptsächlich durch Trockenheit verursachst, in den letzten Jahren deutlich schlechter geworden. Jeder Einzelne kann aber auch etwas dagegen tun: Sich einen Komposthaufen anzuschaffen und so den Boden viel nachhaltiger zu düngen, wäre nur eine Möglichkeit. Oskar Krück

Umweltsprecher der Unterstufe: Ausflug zum "Tag der Artenvielfalt"

Zum Tag der Artenvielfalt machten die Umweltsprecher der Klassen 5-7 vom Gymnasium und der Realschule einen Ausflug. Zuerst ging es zur Bahnhaltestelle Bärenweg, von hier fuhren wir mit der Bahn bis zu unserem Zielpunkt, dem Platz der Menschenrechte am ZKM. Vor dem Filmpalast waren zahlreiche Stände aufgebaut zu den Themen Umwelt und Artenvielfalt. Spielerisch konnte man hier z.B. Baumpuzzle lösen, entdecken, was Käfer, Würmer und Bienen für uns tun, die Tiere und Pflanzen der Rheinauen entdecken und aus verschiedenen Erden Naturfarben herstellen. Außerdem waren viele Fachleute dort, denen man individuelle Fragen stellen konnte. Das Ökomobil war auch am Start mit interessanten Dingen zum Erforschen unserer Umwelt.

Anschließend gingen wir in die Filmpremiere „Willi und die Wunderkröte“. Vor dem Film beantwortete der Hauptdarsteller Willi Weitzel zahlreiche Fragen und gab uns Autogramme. Im Film ging es hauptsächlich um die faszinierende Welt der Frösche und Kröten, wie wir sie schützen können und warum sie so wichtig für unser Ökosystem sind.

Es war ein sehr informativer und interessanter Ausflug, der von Frau Bosch und Frau Göhler geplant und begleitet wurde und vom Umweltamt der Stadt Karlsruhe organisiert war. Die Umweltsprecher bedanken sich dafür herzlich. Kim, Klasse 7

Klimaneutrale Schule: Radeln für die Kilowattstunde

Das Klima, die Umwelt, die Energie - Themen, welche mittlerweile jedermanns Alltag prägen.Immer mehr Jugendliche fangen an, sich damit auseinandersetzen. Ob auf den „Fridays for future“- Demonstrationen oder im Internet, die Jugendlichen interessieren sich für den Klimawandel.

Horst Fernsner, ein Projektmanager im Bereich betriebliches Energiemanagement und Nutzersensibilisierung von der KEA (Klima-und Energieschutzagentur BW), kam an unser Schulzentrum in Neureut und lehrte uns Umweltsprecherinnen und -sprecher viel Interessantes über die Energie und den Strom.

In seiner Präsentation klärte er uns über die Grundlagen zum Projekt „Klimaneutrale Schule – Wir machen mit“ auf. Er erklärte uns außerdem, was wir uns unter der Dimension des Stromverbrauchs vorstellen können, wobei es uns anhand einer Statistik möglich war, die Entwicklung und den Stand des Verbrauchs an unserer Schule zu sehen und per Fahrrad zu testen, wie viel Energie für eine Kilowattstunde aufgebracht werden muss. Wir lernten etwas darüber, wie elektrische Energie erzeugt wird und auch über die physikalischen Größen hörten wir einige interessante Aspekte.

Der Vortrag von Herr Fernsner war sehr spannend, denn wir haben sehr viel Neues dazugelernt über ein durchaus wichtiges und interessantes Thema. Ein großes Dankeschön an Horst Fernsner, der sich zu dieser tollen Zusammenarbeit bereit erklärt hat.

(Emily Weidemann & Anetta Papas)

Energieprojekt in Klasse 6: Die Erde trägt zu viele Pullover

Wer Bescheid weiß, wie man das Klima schonen und dabei noch richtig Geld sparen kann, der handelt auch. Wer weiß, dass Netzteile Strom brauchen, auch wenn die Elektrogeräte gar nicht angeschaltet sind, der zieht den Stecker oder schaltet die Steckdosenleiste aus. Und wer weiß, wie viel mehr CO2 ein Flugzeug im Vergleich zur Bahn oder selbst zu einem sparsamen Auto ausstößt, der bittet seine Eltern, für den nächsten Urlaub auf den Flug zu verzichten. Das ist die Idee hinter dem sogenannten Standby-Projekt am Gymnasium Neureut, das Martin Meyer von der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KeK) veranstaltete. Der Energiemanager zeigte den Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse in jeweils zwei Doppelstunden die Folgen des menschlichen Handelns und auch ihres eigenen Tuns auf. Da das Gymnasium Neureut zertifizierte Umweltschule ist, übernimmt die gesamte Schulgemeinschaft eine besondere Verantwortung für die Umwelt, das Klima und den Naturschutz, was sich durch alle Bereiche des Schullebens zieht. Und so blieb das Thema auch bei Martin Meyer keinesfalls nur auf der theoretischen Ebene.
Er erklärte den Sechstklässlern sehr anschaulich, wie es zum Klimawandel durch den Anstieg von CO2 in der Troposphäre kommt und wie dringlich die Situation ist. „Wir haben noch etwa acht Jahre, um etwas gegen die Erderwärmung zu tun“, betonte er. Er zeigte den Kindern aber auch, dass wir nicht ohnmächtig sind, sondern jeder Einzelne etwas tun kann. „Es müssen mehr erneuerbare Energien genutzt werden“, meinte er. Sonne, Wind und Wasser hätten die unschlagbaren Vorteile, dass sie nie zu Ende gingen, kostenlos und klimafreundlich seien. Vor 200 000 Jahren habe der Mensch sich angewöhnt, Dinge zu verbrennen, um Energie zu gewinnen. „Das tut er jetzt immer noch – wie vorsintflutlich“, kritisierte der Energiemanager. Wie aber auch die Schülerinnen und Schüler selbst die endlichen Energiereserven schonen und dabei vor allem etwas für das Klima tun können, zeigte Meyer an praktischen Beispielen. So brachte er Messgeräte mit, an denen die Kinder ausprobieren durften, wie viel Energie Haushaltsgeräte und elektronische Geräte verbrauchen. Das Wichtige dabei: Die Netzteile, die viele Geräte haben, um die hohe Spannung des Steckdosenstroms umzuwandeln, verbrauchen auch dann Strom, wenn das Gerät selbst gar nicht genutzt wird. So benötigt beispielsweise ein Radio allein für den Leerlauf – wenn also das Netzteil am Stecker hängt, das Radio selbst aber nicht läuft – Strom im Wert von 14,39 Euro jährlich. „Das ist Verschwendung“, so Meyer, „weil ich das Gerät ja gar nicht nutze“. Ob DVD-Player, Fernseher, Handy-Ladekabel, elektrische Zahnbürste oder Radiowecker – deren Netzteile verbrauchen Strom, auch wenn die Geräte selbst nicht genutzt werden. Und im Laufe eines Jahres kommt da einiges zusammen – an CO2-Emissionen durch die Herstellung dieses Stroms, aber auch an Stromkosten. „Was könnte man da besser machen?“, fragte der Energiemanager. „Ausstecken“, antwortete eine Schülerin. Martin Meyer schlug den Kindern vor, dass sie ihren Eltern einen Deal anbieten sollten: „Ihr kümmert euch darum, die Netzteile immer auszuschalten, wenn die Geräte nicht gebraucht werden“, so Meyer, „ dafür bekommt ihr von euren Eltern die Hälfte der Summe, die sie dadurch eingespart haben.“
Da die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Wissen auch als Multiplikatoren, gewissermaßen als Influencer bei ihren Familien und im Freundeskreis unterwegs sein können, machte der Energiemanager auch deutlich, wie man bei der Mobilität das Klima schonen kann. So zeigte er mit einer Grafik und anhand der Strecke von Stuttgart nach Hamburg, welches Transportmittel das umweltfreundlichste ist. Während im Flugzeug pro Passagier 130 Kilogramm CO2 emittiert werden, sind es beim Mittelklassewagen 90 Kilogramm pro Person, mit dem Zug aber nur 23 Kilogramm. Handeln sei jetzt dringend notwendig, meinte Martin Meyer, denn durch die Verbrennung fossiler Energieträger steige der CO2-Gehalt immer mehr an, dadurch werde die Wärme in der Troposphäre wie unter einem Pullover gespeichert: „Und wir ziehen unserer Erde immer mehr Pullover an“. (mh)

Ökorallye: Wie geht Umweltschutz im Schulalltag?

Mitte Januar führten die 5. Klassen wie jedes Jahr die Ökorallye in und um das Schulhaus durch. An zwei Tagen erklärten unsere erfahrenen Umweltmentoren (David Adam & Jonas Pape) und die angehenden Mentorinnen (Lina Hatz & Annika Linder) den Jüngsten, wie unser Klima beeinflusst wird - was beim natürlichen als auch dem anthropogenen Treibhauseffekt geschieht.
Der nächste Schritt war zu schauen, was wir im Schulalltag tun können, um den Anstieg der Durchschnittstemperatur unserer Erde zu minimieren. Es wurde dabei zum Beispiel auf die Einsparmöglichkeiten beim Strom – kleine Dinge wie das Abschalten der Lichter in den Pausen und bei genügend Tageslicht – eingegangen. Hierzu wurde auch der Lichteinfall angeschaut und per Luxmeter gemessen.
Bei der Rallye zeigte sich dann, wie viel Solarstrom unsere Panels auf dem Schuldach erzeugen und wie viele Tonnen Kohlenstoffdioxid somit schon eingespart werden konnten. In der Präsentation informierten die Umweltmentoren und AG-Schülerinnen über die verschiedenen Möglichkeiten der Energieerzeugung und welche Stromquellen wir in Deutschland haben.
Es wurde zudem erklärt, wie wir eine optimale Raumtemperatur und Luftqualität in den Unterrichtsräumen bekommen und dabei durch Stoßlüften das Verpuffen von Heizenergie vermeiden können. Auch auf die Müllvermeidung und Mülltrennung, die ebenfalls dazu dienen können, Rohstoffe und somit auch Energie einzusparen und die Treibhausgase zu verringern, gingen die Umweltmentoren ein.
Im Schulgelände entdeckten die Schülergruppen die Infos an der Öko-Ecke, die auf Umweltthemen hinweist, so z.B. auf die momentan wieder laufende Handysammlung. Der Schul- und Kräutergarten wurde aufgesucht und im Baumrondell die Baumarten mit ihren verschiedenen Eigenschaften gesichtet. So wurde den 5. Klässlern auch die Bedeutung der verschiedenen Pflanzen für eine intakte Umwelt klar. (bl)

Vortrag für Klasse 6: Papierrecycling – so geht‘s!

Gerade fand am Gymnasium Neureut die Papiersammlung statt. Passend zum Thema hielten vier Zehntklässler in den sechsten Klassen einen Vortrag über die Notwendigkeit von Papierrecycling zum Schutz unserer Umwelt. Nach einigen interessanten Informationen über Papierherstellung und -verbrauch wurde das eigentliche Thema – Papierrecycling – in einem Film veranschaulicht. Anschließend durften die Schüler in Teams an einem Quiz teilnehmen, bei welchem es sogar etwas zu gewinnen gab. Den Preis, Hefte aus Ökopapier, kann man auch mittwochs in der zweiten großen Pause für 50 Cent an einem Verkaufsstand vor dem Vertretungsplan kaufen. Zum Abschluss wurde den Teilnehmern durch einen realistischen Vergleich noch einmal bewusst, wie viel umweltschonender Ökopapier im Gegensatz zu Frischfaserpapier ist. (Kira Weng, Ilvy Born, Lina Delfinopoulos, Teresa Walter, Isabela Weber)

Altpapiersammlung: Tonnen wuchten für den guten Zweck

Ein nasskalter Samstag Mitte Dezember: Tonnen an Papier, Zeitungen, Pappe und alten Büchern werden gewuchtet. Drei große Lastwagen mit Papierpressen, drei Kleintransporter und ein Personenwagen mit Schülerinnen, Schülern und Eltern fahren durch die großen und kleinen Straßen Neureuts und sammeln die Papierbündel am Straßenrand auf. Schon von weitem sieht man ihre leuchtenden Westen. Im Bücherkeller sortieren fleißige Schülerhände zusammen mit Schulleiterin Eva Gröger-Kaiser und Abteilungsleiterin Birgit Breunig riesige Stapel an alten Schulbüchern aus, heben sie auf einen Rollwagen und fahren sie zu den Containern in den Hof. Am Nachmittag sind alle erschöpft, aber sehr zufrieden mit ihrer gemeinschaftlichen Aktion – der Altpapiersammlung am Gymnasium Neureut.
Jedes Jahr im Dezember veranstaltet das Gymnasium an der Unterfeldstraße als zertifizierte Umweltschule eine Papiersammlung, die federführend von Lehrerin Beate Blaeß organisiert wird. Im Hintergrund hatte die rührige Umweltbeauftragte in diesem Jahr mit Monika Pfeiffer und Monika Greif helfende Hände, die für das leibliche Wohl der durchgefrorenen Helferinnen und Helfer sorgten. Die Bäckerei Glutsch hatte Brötchen spendiert und Brezeln zu einem günstigeren Preis verkauft. Seit Jahren bereits kooperiert die Firma Kühl mit dem Gymnasium, stellt Ende Oktober die Container im Schulhof auf und ist am Tag der Sammlung mit drei großen Lastwagen und drei Fahrern vor Ort. „Die Ortsverwaltung Neureut stellt uns immer kostenlos noch drei Kleintransporter zur Verfügung – super“, freut sich Beate Blaeß. Während immerhin mehr als 30 Schülerinnen und Schüler mit anpackten, waren es trotz mehrerer Aufrufe im Vorfeld nur drei Eltern. „Das ist schade“, so die Umweltbeauftragte. Man bräuchte dringend noch Erwachsene. Problematisch sei es nämlich, wenn am Morgen der Sammlung noch jemand krank werde – insbesondere Eltern oder Oberstufenschüler – denn die Eltern müssten die Kleintransporter fahren und die Oberstufenschülerinnen und -schüler die großen Lastwagen mit den Papierpressen begleiten. Hier, so Beate Blaeß, könne man keine Mittel- oder Unterstufenschüler einsetzen.
Die Jüngeren waren dafür aber eifrig dabei, den Bücherkeller auszuräumen oder auf den offenen Kleintransportern mitzufahren, in engeren Straßen die Papierstapel aufzusammeln, auf die Pritschen zu laden und im Schulhof in die Container zu werfen. Wenn dann die Hände durchgefroren waren oder der Rücken ein wenig schmerzte, kam ein Stückchen Pizza, eine Butterbrezel oder ein Stück Kuchen in der Mensa genau richtig – hier saßen alle am Nachmittag noch zusammen und plauderten stolz über ihr Gemeinschaftswerk.
Wie viele Tonnen Papier gesammelt wurden und wie hoch der Erlös ist, wird die Firma Kühl demnächst bekanntgeben, wenn das Gewicht der Sammlung feststeht. Sicher aber ist, wohin das Geld geht: „Wir spenden es unserer Partnerschule in Ecuador“, so Beate Blaeß. „Sie wird damit einen Workshop zum Thema Umwelt finanzieren“. (mh)

Umweltsprecher auf Tour: Faszinierende Unterwasserwelt im Gasometer

Kurz vor den Sommerferien fuhren wir Umweltsprecher der Klassen 8-10 des Gymnasiums und der Realschule Neureut zur Ausstellung über das Great Barrier Reef im Gasometer in Pforzheim. Wir trafen uns um 7:45 Uhr am Bärenweg und fuhren mit der Bahn nach Pforzheim. Nach einem kurzen Fußweg an der Ausstellung angekommen, öffnete uns eine nette, junge Frau die Tür und führte uns herum. Sie erklärte uns viele interessante Dinge über das größte Riff der Welt und deren Bewohner, wie beispielsweise den Clownfisch, der auch als Anemonenfisch bezeichnet wird, da er in Symbiose mit diesen lebt und sich und die Anemone so vor Feinden schützt. Der Clownfisch verteidigt seine Anemone vor Angreifern, und durch die Nesselzellen der Anemone erhält der Fisch beim Durchstreifen der Pflanze eine Art ätzenden Schutz um seine Haut. Des Weiteren haben wir die Bedeutung der Algen und Korallenpolypen für die verschiedenen Farbprägungen der Riffs kennengelernt. Nach dem Gang durch die Ausstellung zeigte uns die Führerin das 360 Grad Panorama des Korallenriffs vor Australien, und wir konnten die einzigartige Unterwasserwelt von der Aussichtsplattform aus 15 Metern Höhe bewundern. Yadegar Asisi kreierte den Panoramakunstraum auf 800 Kilogramm Leinenstoff und zeigt damit die Einzigartigkeit des Naturdenkmals.
Der Ausflug hat uns sehr gut gefallen. Es ist bewundernswert, wie Asisi seine Panoramen in nur zwei bis drei Jahren erschuf. Außerdem konnten wir viel Neues über die Unterwasserwelt erfahren.

Ausflug der Ökosprecher: Knielinger See als Hot Spot der Artenvielfa

Mückenspray, Fahrrad, Sonnenschutz: Das waren die drei wichtigsten Utensilien auf unserem Ausflug zum Knielinger See nahe Maxau. Auf dem Hinweg ging die Fahrradtour dank Rückenwind und angenehmen Temperaturen ziemlich zügig, sodass noch Zeit für ein Picknick am Rhein blieb.
Peter Müller, der Biodiversitätsbeauftragte des NaBu und unser Experte für den Knielinger See, nahm uns nach beendetem Mahl unter der Rheinbrücke in Empfang. Der Kleine Bläuling und das Waldbrettspiel, einheimische und invasive Bäume, roter Milan und Haubentaucher waren nur ein Bruchteil der Arten, die wir auf unserer Wanderung am nördlichen Ufer entdecken konnten. Peter Müller zeigte sehr eindrücklich, wie wichtig dieser „Hot Spot“ für die Artenvielfalt ist und erklärte uns auch seine geschichtliche Entstehung.
Neben Tulla war das Haus Baden maßgeblich an der jetzigen Form des Sees beteiligt.
Mit neuem Input und reich an einigen Insektenstichen machten wir uns wieder auf den nun sehr sonnigen Heimweg.
Abschließend lässt sich sagen: Es war schön, sonnig und ein gelungener Start nach den Pfingstferien. (Bn)

 

Projekt am Gymnasium Neureut: „Grips anstrengen und Energie sparen“

Was hat unsere Bequemlichkeit mit der Ausbreitung von Dürregebieten in Südeuropa zu tun? Welche Verbindung besteht zwischen unserer Gedankenlosigkeit und dem Zyklon in Mosambik? „Wenn wir Energie verschwenden, also ohne Nutzen verbrauchen, muss mehr Strom hergestellt werden“, erklärte Energieberater Martin Meyer. Der Strom wiederum wird immer noch zum größten Teil aus fossilen Brennstoffen oder Uran gewonnen. Das führt nicht nur dazu, dass die endlichen Ressourcen immer schneller abnehmen, sondern auch zum Klimawandel. Durch Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas entsteht CO2. Die Sonnenstrahlen werden von der Erde absorbiert und als Infrarot- oder Wärmestrahlung wieder Richtung Weltall abgegeben. CO2-Moleküle nun nehmen diese Wärmestrahlung auf: Erhöht sich der CO2-Anteil, erwärmt sich die Atmosphäre. Das gesamte Klima verändert sich, lässt die Gletscher tauen und schafft extreme Wetterphänomene, die Natur und Menschen bedrohen. Martin Meyer war im Auftrag der Karlsruher Energie- und Klimaagentur (KEK) ans Gymnasium Neureut gekommen, um den Schülerinnen und Schülern der 6. Klassen in einem Energieprojekt die Folgen des menschlichen Handelns insgesamt, aber auch die ihres eigenen Tuns zu zeigen. Als zertifizierte Umweltschule übernimmt das Gymnasium Neureut eine besondere Verantwortung – Umwelt-, Klima- und Naturschutz ziehen sich durch alle Bereiche des Schullebens.
Und auch beim Energie-Projekt, das für jede 6. Klasse jeweils zwei Doppelstunden dauerte, blieb das Thema keinesfalls auf der theoretischen Ebene. Woher kommt unsere Energie? Welche Energiequellen wären hinsichtlich der Schonung von Ressourcen und der Vermeidung einer weiteren Erderwärmung sinnvoll? Was kann ich, was können meine Eltern tun, um Energie zu sparen und damit die Umwelt und sogar den eigenen Geldbeutel zu schonen? All das waren Fragen, für die Martin Meyer mit den Sechstklässlern in theoretischen und praktischen Sequenzen Antworten suchte. So lernten die Kinder, dass die erneuerbaren Energien drei Vorteile haben: Sie verschmutzen die Umwelt nicht, gehen nie zu Ende und kosten nichts. Derzeit aber machen sie für die Energiegewinnung weltweit nur 14 Prozent aus; die fossilen Brennstoffe werden also noch eine Weile als Brennstoffe und zur Herstellung von Kunststoffen benötigt. Die Sechstklässler lernten auch, dass Energie Leistung mal Zeit ist – dass also sowohl die Strommenge, die ein Gerät verbraucht, als auch die Dauer der Nutzung von Belang sind.
Natürlich hängt es in erster Linie an den Erwachsenen, etwas zu tun: beispielsweise kein Auto mit hohem Spritverbrauch fahren, so selten wie möglich das Flugzeug nutzen, den eigenen Konsum hinterfragen und energiesparende Geräte kaufen. Aber auch die Kinder selbst sind schon gefragt: „Was können wir selbst tun, damit die fossilen Brennstoffe nicht so schnell verbraucht sind?, fragte Meyer. „Energie sparen“, antwortete ein Schüler. „Genau richtig“, sagte der Energieberater und zeigte den Kindern, wie man den „Grips anstrengt und Energie spart, die man eigentlich gar nicht braucht“.
Stromfresser sind zum Beispiel Netzteile, die den Strom von 220 Volt auf eine geringere Voltzahl umwandeln. Man findet sie – oft von außen gar nicht sichtbar – beispielsweise im PC, im DVD- oder CD-Player, in der elektrischen Zahnbürste, im Ladegerät des Handys und in vielen anderen Geräten. Wieviel Strom diese Netzteile benötigen, auch wenn die Geräte gar nicht in Betrieb, aber an die Steckdose angeschlossen sind, durften die Sechstklässler selbst ausprobieren. Martin Meyer hatte Messgeräte mitgebracht, und die Schülerinnen und Schüler sollten nun in Gruppen an verschiedenen Elektrogeräten prüfen, wieviel Strom ein Gerät benötigt, wenn es in Betrieb oder aus ist. Das Ergebnis war verblüffend. So braucht ein DVD-Player nur zwei Kilowattstunden Strom jährlich für das Abspielen der DVD, wenn alle zwei Tage eine DVD geschaut wird. Für die sinnlose Arbeit des Netzteils aber fallen 28 Kilowattstunden jährlich an. „Raus aus der Steckdose damit“, forderte Meyer auf. Anhand von Schaubildern zeigte der Energieberater, dass für sieben Geräte im Jahr allein 23 Euro Stromkosten für die Arbeit der Netzteile anfallen. Da ließe sich richtig Geld sparen und: die Umwelt schonen. „Jeder hat einen eigenen Verantwortungsbereich“, betonte Meyer. Und ein Schüler meinte: „Wenn einer anfängt, dann folgen die anderen!“ (mh)

Ökorallye 2018/19

Mitte Februar erhielten die 5. Klassen eine Schulung von unseren angehenden Umweltmentoren, David Adam und Jonas Pape (9a) und den 9. Klässlerinnen der Öko-AG. Sie erklärten den 5. Klassen anschaulich, was es mit dem natürlichen und anthropogenen Treibhauseffekt auf sich hat. Mit Spaß wurde hierzu ein Experiment mithilfe eines Fallschirms durchgeführt, bei dem manch eine/r ins Schwitzen kam. Genau wie sich unsere Erde wahrscheinlich in Zukunft aufgrund der Treibhausgase um nahezu 4°C erwärmen wird, tat dies auch die Luft unter dem Fallschirm.
Nach dieser Erfahrung teilten sich die SchülerInnen der Klasse 5 in zwei Gruppen auf, die einen erhielten im Klassenzimmer verschiedene Kurzvorträgen, z.B., wie ein Thermostatventil funktioniert, weshalb man Stoßlüften sowie den Müll richtig trennen bzw. am besten vermeiden sollte.
Die andere Gruppe inspizierte das Schulgelände genauer. Neben den Infos, die der Ökoecke entnommen werden mussten, wurde auch der Schul- und Kräutergarten aufgesucht, sowie die Leistung der Solaranlage unter die Lupe genommen und die Mülltrennung im Hause untersucht. Bei dieser Ökorallye ging es hektisch zu, alle wollten Erster sein.
Sobald die zwei Gruppen mit ihrem Programm fertig waren, wurde gewechselt. Bei der Durchführung zeigten sich die FüntklässlerInnen lebhaft und interessiert. Sie wurden in Kleingruppen von den zwei Umweltmentoren und ihren Helferinnen betreut.
Ende Februar standen die Sieger fest und konnten ihre Urkunden und kleine Süßigkeiten entgegen nehmen. Das beste Ergebnis hatte die Gruppe von Felia, Hanna, Hannah, Lina, Luisa, Malaika und Marie aus der Klasse 5b. Herzlichen Glückwunsch! Öko-AG

Einweihung der Beschilderung am Heidesee

Die Umweltbürgermeisterin Frau Lisbach sowie Vertreter der Ortschaft Neureut (Achim Weinbericht, Ortsvorsteher und Irma Boss, Vorsitzende des Bürgervereins) kamen am 12.03.2019 zur Eröffnung des von den Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a bei den Ökoprojekttagen im letzen Schuljahr entwickelten Umweltpfades am Heidesee.

Handy-Sammelaktion an unserer Schule: Global denken, lokal handeln

Sie liegen ungenutzt zuhause in den Schubladen herum: 100 Millionen Handys, aus denen man 876 Tonnen Kupfer, 26 Tonnen Silber, 2,4 Tonnen Gold und fast eine Tonne Palladium gewinnen könnte. Das Gymnasium Neureut sammelt jetzt in einer Box vor dem Sekretariat bis Ende März solche nicht mehr genutzten Handys und tut damit in vielfacher Hinsicht Gutes. „Das große Ziel ist es, Ressourcen zu schonen, Rohstoffe und Energie zu sparen“, so Beate Blaeß, Umweltbeauftragte der Schule. „Die Geräte werden nach Möglichkeit weiter genutzt oder ordnungsgemäß in Deutschland recycelt und landen nicht als Elektroschrott in ärmeren Ländern, wo es zu giftigen Müllhalden kommt“. Darüber hinaus werden durch die Sammelaktion nachhaltige Bildungs- und Gesundheitsprojekte in Afrika unterstützt: Ausbildungsplätze im äthiopischen Handwerk geschaffen, ugandische Familien bei Anpassungsstrategien gegen den Klimawandel unterstützt und die medizinische Arbeit im Ostkongo gefördert. Als zertifizierte Umweltschule übernimmt das Gymnasium Neureut in vielen ökologischen Bereichen besondere Verantwortung. Bereits 2015 organisierte Beate Blaeß eine Sammelaktion. „Eine solche Sammlung haben wir in unserem Umweltprogramm festgeschrieben“, erzählt sie. Initiiert wurde die Sammlung vom Land Baden-Württemberg mit seiner Aktion „Nachhaltig handeln“ zusammen mit verschiedenen Organisationen der evangelischen Kirche. Schirmherr ist Umweltminister Franz Untersteller. Wichtig für die Weiterverarbeitung der Handys ist die Kooperation mit der Telekom. In deren Handysammelcenter, das die Firma Teqcycle Solutions betreibt, werden die Handys geschickt, erfasst und in einer Datenbank bewertet, ob sie weiter genutzt oder recycelt werden sollen. „Etwa 10 Prozent der Handys sind noch voll funktionsfähig, rund 90 Prozent werden bei dem zertifizierten Recyclingunternehmen Elektrocycling in Deutschland recycelt“, so Beate Blaeß. Parallel zur Sammelaktion läuft landesweit auch der Wettbewerb „Handy-Challenge“, bei dem sich Schülerinnen und Schüler mit dem Handy näher beschäftigen sollen. Die Video-AG des Gymnasiums Neureut möchte daran teilnehmen und dreht bereits einen Kurzfilm zum Thema Handyrecycling. „Mit unserer Aktion hoffen wir auch den Kampf um die seltenen Erden, der in manchen Regionen der Erde bereits kriegerische Konflikte mit sich bringt, ein klein wenig zu mildern“, sagt Beate Blaeß. Es ist wie bei vielen Aktionen des Gymnasiums Neureut: Die Schulgemeinschaft denkt global und handelt lokal. (mh)

Stolz und Jubel: Gymnasium Neureut ist erneut Umweltschule

Gespanntes Schweigen – erwartungsvolle Blicke auf die Bühne. Und dann die wunderbare Nachricht: „Die Industrie- und Handelskammer bestätigt die Revalidierung unserer Schule als EMAS-Umweltschule für weitere zwei Jahre“, erklärte die Umweltbeauftragte des Gymnasiums Neureut, Beate Blaeß. Der Jubel und der Applaus unter den Schülerinnen und Schülern, dem Kollegium, den Eltern, den Mitgliedern des Ortschaftsrates und den Gästen war groß und lang angesichts dieser hervorragenden Nachricht zum Abschluss der Umweltprojekttage am Gymnasium Neureut.
Seit 14 Jahren trägt das Schulzentrum in der Unterfeldstraße nun schon das Siegel EMAS der Europäischen Union, das Unternehmen, Organisationen und Schulen nach einer aufwändigen und strengen Umwelt-Zertifizierung vergeben wird. Die Initiative ging damals von Lehrer und Pfarrer Ludwig Streib aus, der bereits aus der Kirchengemeinde Erfahrung mit Umweltzertifizierungen mitbrachte. Mittlerweile laufen alle Fäden bei Lehrerin Beate Blaeß zusammen, die mit einem kleinen Team engagiert und in detaillierter Arbeit die Umweltbelange der Schule bearbeitet und dokumentiert. Alle zwei Jahre schaut sich nun ein unabhängiger Gutachter die Einhaltung der Anforderungen und die Fortschritte in allen Bereichen des Umweltschutzes und der Sicherheit an und gibt die Ergebnisse weiter an die IHK, die dann gegebenenfalls das Zertifikat ausstellt.
Wie sieht es mit dem Verbrauch der Ressourcen und Materialien – Wasser, Heizenergie, Strom und Papier – aus? Ist ein Rückgang des Abfallaufkommens zu verzeichnen? Wie präsent ist das Thema Umwelt im Unterricht und im Schulleben? Finden Exkursionen und Klassenfahrten umweltverträglich statt? Werden selbstgesteckte Ziele erreicht? Das sind nur einige wenige Fragen, die bei der Zertifizierung eine Rolle spielen. „Da müssen dicke Aktenordner gefüllt werden, Interviews geführt und zahlreiche Dokumente und Statistiken vorgelegt werden“, so Tilman Hedinger. „Lohnt sich das überhaupt?“, fragt der Schulleiter. Er ist überzeugt davon. Durch die großen Anforderungen und Anstrengungen, die das Verfahren erfordere, komme man eben auch zu sehr guten Ergebnissen. Darüber hinaus seien die Themen Umwelt und Ressourcen die großen Themen der Zukunft. Dieser Meinung ist auch Umweltbürgermeister Klaus Stapf. „In dieser Schule wächst eine Generation heran, die sehr gut auf die Zukunft vorbereitet ist“, betonte er in seinem Grußwort und meinte begeistert: „Sie sind der Kern der Umweltbewegung in Karlsruhe. Seit 14 Jahren gibt es hier eine Kontinuität und ein Engagement, das seinesgleichen sucht“. Neureut könne stolz sein auf sein Gymnasium, erklärte auch der stellvertretende Ortsvorsteher Herbert Böllinger. Nur wenigen Gymnasien in Baden-Württemberg gelinge es, dieses Siegel zu erhalten.
Dass das Thema Umwelt in der Schulgemeinschaft eine ungemein wichtige Rolle spielt, zeigten die Projekttage, die zusammen mit der Rezertifizierung stattfanden. Drei Tage lang beschäftigten sich alle Klassen und Kurse mit dem Thema Ökologie. Die Bandbreite der Ideen war gewaltig: Von der Tauschbörse als Beispiel für nachhaltigen Konsum über das Thema ökologisch sinnvolle Ernährung hin zum Ökosystem Heidesee oder dem Naturpark Nordschwarzwald. Es wurde Kunst aus Naturprodukten geschaffen und Mode aus Abfall kreiert, der Konsum bestimmter Lebensmittel unter die Lupe genommen, Naturlyrik verfasst und Aspekte ökologischer Mobilität untersucht. Für alle Klassen und Kurse ab der Mittelstufe fand auch ein Vortrag von Dirk Vogeley statt, der im Auftrag der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur über den Klimawandel sprach.
Bei der Präsentation der Projekte und dem anschließenden, von der SMV und der Oberstufe organisierten Abschlussfest zeigte sich aufs Neue, dass Umweltschutz am Gymnasium Neureut nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, sondern praktisch gelebt wird: Die Würstchen kamen von einem Biohof aus Karlsruhe, die Brötchen von einer kleinen Bäckerei, die Burger waren vegetarisch und die Getränke wurden größtenteils in Glasflaschen und von einem kleinen Getränkeproduzenten bezogen. Ganz besonders aber war die Atmosphäre im Schulhaus und im Pausenhof. Sie zeigte, dass Umweltschützer keine Miesepeter sind. Und das war schon Klaus Stapf aufgefallen: „Umweltschutz und gute Stimmung passen zusammen“, sagte er in seinem Grußwort an die Schulgemeinschaft. „Keiner zeigt das besser als Sie“. (mh)

Freudenreiches Wiedersehen unserer Partner aus San Miguel de Los Bancos

Samstag, 7.7.18: Das Abenteuer beginnt. Als sich gegen 14 Uhr die Türen des Zuges öffneten, konnten wir unsere erschöpften Freunde aus San Miguel de Los Bancos nach einem Jahr endlich wieder in die Arme schließen. Die Freude war auf beiden Seiten riesengroß.
Bereits in den ersten Gesprächen beim gemeinsamen Picknick wurde unser Spanisch, welches bei dem ein oder anderen etwas eingerostet war, schnell wieder entrostet – in der Not halfen Google Übersetzer und Hände und Füße.
Auf dem Plan für den Sonntag stand eine Führung im Karlsruher Zoo. Als wir uns gegen 10 Uhr am Zoo trafen, hatten manche Ecuadorianer ihr erstes kleines Highlight bereits hinter sich: Sie sind zum ersten Mal Straßenbahn gefahren. Am Zoo angekommen zeigte uns der stellvertretende Zoodirektor Herr Dr. Clemens Becker unter anderem die Pinguine, Robben, Giraffen und vieles mehr. Am Meisten Zeit verbrachten wir jedoch im Elefantengehege: wir durften den ältesten Elefanten in ganz Deutschland, eine über 60 Jahre alte Lady mit Äpfeln zu füttern.

 

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Baumpflanzaktion

Nach der Entziegelung konnte der Bereich in Kooperation mit dem Gartenbauam tzum Teil neu bepflanzt werden. Bei dieser Aktion waren die Umweltsprecher und die neuen Umweltschulsprecher aktiv. Die neuen Bäume wurden eingesetzt und bewässert.

Umweltschutz und Fitnesstraining statt schnödem Schulalltag

Harte Arbeit war die Entsiegelungsaktion für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe: Etwa 600 Quadratmeter Steine wuchteten sie aus dem Schulhofboden. Fotos: Blaeß
Trotz des winterlichen Ambientes und der vielen Steine lässt sich schon erahnen, wie schön es einmal sein wird, wenn der Baumpfad angelegt ist.
Als Umweltschule mit dem EMAS-Zertifikat hat sich das Gymnasium Neureut verpflichtet, dass die Ökologie in alle Bereiche des Schullebens Einzug hält. Der große Schulhof bietet sich für eine Entsiegelungsaktion geradezu an.

Die einen gehen ins Fitnessstudio, die nächsten spielen Tennis und andere machen Yoga. Doch wir, die Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Neureut, machen Fitness- und Krafttraining ganz einfach in der Schule und nebenbei helfen wir noch mit, die Umwelt zu verbessern. Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler aus der Mittel- bis Jahrgangsstufe bestand darin, die circa 650m2 große Pflastersteinfläche neben der Schule aufzureißen und die Steine herauszuheben, um sie in extra für dieses Projekt angemietete Container zu werfen. (Hier weiterlesen...)

¡Bienvenidos amigos de San Miguel de Los Bancos!

Einen guten Monat nach unserer Anbahnungsreise nach Ecuador besuchten uns schließlich unsere Partner für eineinhalb Wochen in Neureut. Am Sonntag, den 26.6.16 war es soweit, und wir konnten unsere kleine Reisegruppe, die beiden Lehrerinnen Lilia de Monar und Cecivel Carbo mit Mayli und Kevin, aus San Miguel de Los Bancos voller Freude empfangen.

Wir waren alle sehr gespannt auf die kommenden Tage, wie das wohl werden wird, was sie uns Neues von ihren Aktivitäten am Colegio zu berichten hatten, wie sie die neuen Eindrücke hier aufnehmen, und welche weiteren Ideen sich für unser gemeinsames Projekt in den kommenden Tagen entwickeln würden. [mehr]

Faszinierende Eindrücke von der Anbahnungsreise nach Ecuador

Vom 5. bis 15. Mai 2016 haben sich die zwei Umweltschulsprecher Lennart Kleinhans und Yannick Knieriemen (Kl. 10a) mit der Spanischlehrerin Frau Schott und der Umweltbeauftragten Frau Blaeß nach langer Vorbereitung auf den Weg nach Ecuador gemacht, um Schüler- und Lehrerschaft des Colegio San Miguel de Los Bancos persönlich kennenzulernen und das Umweltzentrum Mindo Lindo mitten im Nebelwaldreservat zu erkunden. Die ecuadorianischen Partner haben uns sehr herzlich empfangen und bestens umsorgt. Die anfänglichen Befürchtungen, was sprachliche Hürden anbelangt, waren schnell vergessen, die zwischenmenschliche Verständigung funktionierte einwandfrei.

Viele gemeinsame Aktivitäten und Überlegungen haben uns einander näher gebracht. Bei den Treffen mit Schülerinnen und Schülern der Umweltgruppe vor Ort und den zwei gemeinsamen Tagen im Umweltzentrum in Mindo Lindo wurde deutlich, dass der Umweltschutz beiderseits ein brisantes Thema ist, für das sich die Jugendlichen gemeinsam stark machen möchten. Das einzigartige Ökosystem Nebelwald mit den zahlreichen Pflanzen- und Tierarten, den wundervoll glänzenden Kolibris und Schmetterlingen, den riesigen Baumfarnen und Palmen, den dicht mit Moos und Aufsitzerpflanzen bewachsenen hohen Bäumen mit teilweise meterbreiten Brett- und meterhohen Stelzwurzeln, neben denen ab und an Lianen herunterhängen, war beeindruckend.

Die Wanderung in Mindo Lindo mit Frau Dr. Heike Brieschke und Herrn Pedro Peñafiel, die einmal querfeldein durch dieses Dickicht steil abwärts und auf der anderen Seite des Flusses durch eine Kaskade von Wasserfällen wieder aufwärts ging, das Ganze in Gummistiefeln, forderte manch einen heraus und ließ uns den Wald mit der sagenhaften Geräuschkulisse hautnah erleben. Auch auf dem Schulgelände befindet sich ein schmaler Pfad, der durch Nebelwaldgelände führt, das von der Umweltgruppe von Müll frei gehalten wird. Die Größe des Schulgeländes war für uns kaum fassbar, die Schulgebäude allerdings überschaulich.

Die "Mensa" wurde vor allem von unseren Schülern gerne für Zwischenmahlzeiten genutzt (z.B. Reis mit Hühnchen morgens um 10 Uhr, Honigmilchbrötchen oder knallroter Wackelpudding). Der Wackelpudding kam bei gemeinsamer schweißtreibender Arbeit im neu errichteten Schulgarten auch gerade richtig. Dort haben wir gemeinsam drei neue Beete angelegt. Die Jungs haben hierfür mit Pedro Bambus am Fluss gefällt und herbeigeschafft. Nach der Einsaat und Pflanzung wurde schließlich mühsam gegossen. Hierzu war es nötig, das Wasser in relativ kleinen Gefäßen aus dem Schulhof herbeizutragen und mit einer durchlöcherten Blechdose zu gießen. Dem wurde am nächsten Tag Abhilfe geschafft, indem wir in einem urigen "Agrarfachhandel" neben ein wenig Gartenwerkzeug eine chinesische Plastikgießkanne und einen großen Mülleimer als Wasserkanister besorgten.

In der Schule wurde nicht nur gegärtnert, sondern man tauschte sich auch über ökologische Probleme, Aktionen und Visionen aus, besuchte eine Englischstunde, sah dem Sportunterricht unter freiem Himmel zu und erlebte den Morgenappell mit (bis auf Lennart, der ihn hinter der Schulabsperrung mitverfolgen musste, da er zu der Zeit niemanden antraf, der ihm das Tor geöffnet hätte). Die Vertreter der Stadt haben sich ebenfalls sehr bemüht, uns Los Bancos mit all seinen Facetten zu zeigen. Wir waren zu einem Gespräch bei der Bürgermeisterin eingeladen, haben die Kindertagesstätte und den Seniorentreff besucht, eine Kindermodeschau zu sehen bekommen und die ökologischen Projekte, die bereits verwirklicht wurden, wie etwa der Iguana-Park: eine einstige Müllhalde, die in zahlreichen Stunden Arbeit vor allem auch durch Schüler und Eltern in einen grünen Park verwandelt wurde. Desweiteren besichtigten wir die städtische Baumschule, die erfolgreich Bäume heranzieht, um das Aufforstungsprojekt zu verwirklichen und die Müllhalde, wo eine Erweiterung neu ausgehoben und abgedichtet wurde. Bei den tropischen Regengüssen, die wir täglich zu spüren oder unter Wellblechdach zumindest stark zu hören bekamen, ist eine solche Abdichtung unabdingbar.

Insgesamt war es eine sehr bewegende Reise mit vollem Programm, zahlreichen Eindrücken und äußerst freundlichen Begegnungen. Wir sind nun sehr gespannt und freuen uns auf den Gegenbesuch der ecuadorianischen Partner Ende Juni.

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