Ökoschule: Aktuelles

Umweltschule: Wieder Papiersammlung am Gymnasium Neureut

Im Rahmen der Aktivitäten als zertifizierte Umweltschule findet auch in diesem Jahr am Gymnasium Neureut wieder eine Papiersammlung statt. Ab Ende Oktober stehen zwei Container auf dem Schulhof in der Unterfeldstraße 6. In einem Container wird Mischpapier sowie Karton und Pappe gesammelt, im anderen reines Zeitungspapier. Die Container werden bis zum 14. Dezember auf dem Schulhof stehen. An diesem Tag findet dann auch die Papiersammlung in Neureut statt, bei der Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler mit Lastern durch den Ort fahren und das Papier einladen, das ebenfalls getrennt werden sollte nach Zeitungen und Mischpapier. Der Erlös der gesamten Sammlung wird in Umweltprojekte der Schule investiert. Über eine rege Beteiligung an der Sammelaktion sowie über helfende Hände am 14. Dezember würde sich die Schulgemeinschaft sehr freuen. Fragen nimmt gerne die Umweltbeauftragte der Schule, Beate Blaeß, entgegen (blping@gymneureutpong.de). (mh)

Umweltsprecher auf Tour: Faszinierende Unterwasserwelt im Gasometer

Kurz vor den Sommerferien fuhren wir Umweltsprecher der Klassen 8-10 des Gymnasiums und der Realschule Neureut zur Ausstellung über das Great Barrier Reef im Gasometer in Pforzheim. Wir trafen uns um 7:45 Uhr am Bärenweg und fuhren mit der Bahn nach Pforzheim. Nach einem kurzen Fußweg an der Ausstellung angekommen, öffnete uns eine nette, junge Frau die Tür und führte uns herum. Sie erklärte uns viele interessante Dinge über das größte Riff der Welt und deren Bewohner, wie beispielsweise den Clownfisch, der auch als Anemonenfisch bezeichnet wird, da er in Symbiose mit diesen lebt und sich und die Anemone so vor Feinden schützt. Der Clownfisch verteidigt seine Anemone vor Angreifern, und durch die Nesselzellen der Anemone erhält der Fisch beim Durchstreifen der Pflanze eine Art ätzenden Schutz um seine Haut. Des Weiteren haben wir die Bedeutung der Algen und Korallenpolypen für die verschiedenen Farbprägungen der Riffs kennengelernt. Nach dem Gang durch die Ausstellung zeigte uns die Führerin das 360 Grad Panorama des Korallenriffs vor Australien, und wir konnten die einzigartige Unterwasserwelt von der Aussichtsplattform aus 15 Metern Höhe bewundern. Yadegar Asisi kreierte den Panoramakunstraum auf 800 Kilogramm Leinenstoff und zeigt damit die Einzigartigkeit des Naturdenkmals.
Der Ausflug hat uns sehr gut gefallen. Es ist bewundernswert, wie Asisi seine Panoramen in nur zwei bis drei Jahren erschuf. Außerdem konnten wir viel Neues über die Unterwasserwelt erfahren.

Ausflug der Ökosprecher: Knielinger See als Hot Spot der Artenvielfa

Mückenspray, Fahrrad, Sonnenschutz: Das waren die drei wichtigsten Utensilien auf unserem Ausflug zum Knielinger See nahe Maxau. Auf dem Hinweg ging die Fahrradtour dank Rückenwind und angenehmen Temperaturen ziemlich zügig, sodass noch Zeit für ein Picknick am Rhein blieb.
Peter Müller, der Biodiversitätsbeauftragte des NaBu und unser Experte für den Knielinger See, nahm uns nach beendetem Mahl unter der Rheinbrücke in Empfang. Der Kleine Bläuling und das Waldbrettspiel, einheimische und invasive Bäume, roter Milan und Haubentaucher waren nur ein Bruchteil der Arten, die wir auf unserer Wanderung am nördlichen Ufer entdecken konnten. Peter Müller zeigte sehr eindrücklich, wie wichtig dieser „Hot Spot“ für die Artenvielfalt ist und erklärte uns auch seine geschichtliche Entstehung.
Neben Tulla war das Haus Baden maßgeblich an der jetzigen Form des Sees beteiligt.
Mit neuem Input und reich an einigen Insektenstichen machten wir uns wieder auf den nun sehr sonnigen Heimweg.
Abschließend lässt sich sagen: Es war schön, sonnig und ein gelungener Start nach den Pfingstferien. (Bn)

 

Projekt am Gymnasium Neureut: „Grips anstrengen und Energie sparen“

Was hat unsere Bequemlichkeit mit der Ausbreitung von Dürregebieten in Südeuropa zu tun? Welche Verbindung besteht zwischen unserer Gedankenlosigkeit und dem Zyklon in Mosambik? „Wenn wir Energie verschwenden, also ohne Nutzen verbrauchen, muss mehr Strom hergestellt werden“, erklärte Energieberater Martin Meyer. Der Strom wiederum wird immer noch zum größten Teil aus fossilen Brennstoffen oder Uran gewonnen. Das führt nicht nur dazu, dass die endlichen Ressourcen immer schneller abnehmen, sondern auch zum Klimawandel. Durch Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas entsteht CO2. Die Sonnenstrahlen werden von der Erde absorbiert und als Infrarot- oder Wärmestrahlung wieder Richtung Weltall abgegeben. CO2-Moleküle nun nehmen diese Wärmestrahlung auf: Erhöht sich der CO2-Anteil, erwärmt sich die Atmosphäre. Das gesamte Klima verändert sich, lässt die Gletscher tauen und schafft extreme Wetterphänomene, die Natur und Menschen bedrohen. Martin Meyer war im Auftrag der Karlsruher Energie- und Klimaagentur (KEK) ans Gymnasium Neureut gekommen, um den Schülerinnen und Schülern der 6. Klassen in einem Energieprojekt die Folgen des menschlichen Handelns insgesamt, aber auch die ihres eigenen Tuns zu zeigen. Als zertifizierte Umweltschule übernimmt das Gymnasium Neureut eine besondere Verantwortung – Umwelt-, Klima- und Naturschutz ziehen sich durch alle Bereiche des Schullebens.
Und auch beim Energie-Projekt, das für jede 6. Klasse jeweils zwei Doppelstunden dauerte, blieb das Thema keinesfalls auf der theoretischen Ebene. Woher kommt unsere Energie? Welche Energiequellen wären hinsichtlich der Schonung von Ressourcen und der Vermeidung einer weiteren Erderwärmung sinnvoll? Was kann ich, was können meine Eltern tun, um Energie zu sparen und damit die Umwelt und sogar den eigenen Geldbeutel zu schonen? All das waren Fragen, für die Martin Meyer mit den Sechstklässlern in theoretischen und praktischen Sequenzen Antworten suchte. So lernten die Kinder, dass die erneuerbaren Energien drei Vorteile haben: Sie verschmutzen die Umwelt nicht, gehen nie zu Ende und kosten nichts. Derzeit aber machen sie für die Energiegewinnung weltweit nur 14 Prozent aus; die fossilen Brennstoffe werden also noch eine Weile als Brennstoffe und zur Herstellung von Kunststoffen benötigt. Die Sechstklässler lernten auch, dass Energie Leistung mal Zeit ist – dass also sowohl die Strommenge, die ein Gerät verbraucht, als auch die Dauer der Nutzung von Belang sind.
Natürlich hängt es in erster Linie an den Erwachsenen, etwas zu tun: beispielsweise kein Auto mit hohem Spritverbrauch fahren, so selten wie möglich das Flugzeug nutzen, den eigenen Konsum hinterfragen und energiesparende Geräte kaufen. Aber auch die Kinder selbst sind schon gefragt: „Was können wir selbst tun, damit die fossilen Brennstoffe nicht so schnell verbraucht sind?, fragte Meyer. „Energie sparen“, antwortete ein Schüler. „Genau richtig“, sagte der Energieberater und zeigte den Kindern, wie man den „Grips anstrengt und Energie spart, die man eigentlich gar nicht braucht“.
Stromfresser sind zum Beispiel Netzteile, die den Strom von 220 Volt auf eine geringere Voltzahl umwandeln. Man findet sie – oft von außen gar nicht sichtbar – beispielsweise im PC, im DVD- oder CD-Player, in der elektrischen Zahnbürste, im Ladegerät des Handys und in vielen anderen Geräten. Wieviel Strom diese Netzteile benötigen, auch wenn die Geräte gar nicht in Betrieb, aber an die Steckdose angeschlossen sind, durften die Sechstklässler selbst ausprobieren. Martin Meyer hatte Messgeräte mitgebracht, und die Schülerinnen und Schüler sollten nun in Gruppen an verschiedenen Elektrogeräten prüfen, wieviel Strom ein Gerät benötigt, wenn es in Betrieb oder aus ist. Das Ergebnis war verblüffend. So braucht ein DVD-Player nur zwei Kilowattstunden Strom jährlich für das Abspielen der DVD, wenn alle zwei Tage eine DVD geschaut wird. Für die sinnlose Arbeit des Netzteils aber fallen 28 Kilowattstunden jährlich an. „Raus aus der Steckdose damit“, forderte Meyer auf. Anhand von Schaubildern zeigte der Energieberater, dass für sieben Geräte im Jahr allein 23 Euro Stromkosten für die Arbeit der Netzteile anfallen. Da ließe sich richtig Geld sparen und: die Umwelt schonen. „Jeder hat einen eigenen Verantwortungsbereich“, betonte Meyer. Und ein Schüler meinte: „Wenn einer anfängt, dann folgen die anderen!“ (mh)

Ökorallye 2018/19

Mitte Februar erhielten die 5. Klassen eine Schulung von unseren angehenden Umweltmentoren, David Adam und Jonas Pape (9a) und den 9. Klässlerinnen der Öko-AG. Sie erklärten den 5. Klassen anschaulich, was es mit dem natürlichen und anthropogenen Treibhauseffekt auf sich hat. Mit Spaß wurde hierzu ein Experiment mithilfe eines Fallschirms durchgeführt, bei dem manch eine/r ins Schwitzen kam. Genau wie sich unsere Erde wahrscheinlich in Zukunft aufgrund der Treibhausgase um nahezu 4°C erwärmen wird, tat dies auch die Luft unter dem Fallschirm.
Nach dieser Erfahrung teilten sich die SchülerInnen der Klasse 5 in zwei Gruppen auf, die einen erhielten im Klassenzimmer verschiedene Kurzvorträgen, z.B., wie ein Thermostatventil funktioniert, weshalb man Stoßlüften sowie den Müll richtig trennen bzw. am besten vermeiden sollte.
Die andere Gruppe inspizierte das Schulgelände genauer. Neben den Infos, die der Ökoecke entnommen werden mussten, wurde auch der Schul- und Kräutergarten aufgesucht, sowie die Leistung der Solaranlage unter die Lupe genommen und die Mülltrennung im Hause untersucht. Bei dieser Ökorallye ging es hektisch zu, alle wollten Erster sein.
Sobald die zwei Gruppen mit ihrem Programm fertig waren, wurde gewechselt. Bei der Durchführung zeigten sich die FüntklässlerInnen lebhaft und interessiert. Sie wurden in Kleingruppen von den zwei Umweltmentoren und ihren Helferinnen betreut.
Ende Februar standen die Sieger fest und konnten ihre Urkunden und kleine Süßigkeiten entgegen nehmen. Das beste Ergebnis hatte die Gruppe von Felia, Hanna, Hannah, Lina, Luisa, Malaika und Marie aus der Klasse 5b. Herzlichen Glückwunsch! Öko-AG

Einweihung der Beschilderung am Heidesee

Die Umweltbürgermeisterin Frau Lisbach sowie Vertreter der Ortschaft Neureut (Achim Weinbericht, Ortsvorsteher und Irma Boss, Vorsitzende des Bürgervereins) kamen am 12.03.2019 zur Eröffnung des von den Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a bei den Ökoprojekttagen im letzen Schuljahr entwickelten Umweltpfades am Heidesee.

Handy-Sammelaktion an unserer Schule: Global denken, lokal handeln

Sie liegen ungenutzt zuhause in den Schubladen herum: 100 Millionen Handys, aus denen man 876 Tonnen Kupfer, 26 Tonnen Silber, 2,4 Tonnen Gold und fast eine Tonne Palladium gewinnen könnte. Das Gymnasium Neureut sammelt jetzt in einer Box vor dem Sekretariat bis Ende März solche nicht mehr genutzten Handys und tut damit in vielfacher Hinsicht Gutes. „Das große Ziel ist es, Ressourcen zu schonen, Rohstoffe und Energie zu sparen“, so Beate Blaeß, Umweltbeauftragte der Schule. „Die Geräte werden nach Möglichkeit weiter genutzt oder ordnungsgemäß in Deutschland recycelt und landen nicht als Elektroschrott in ärmeren Ländern, wo es zu giftigen Müllhalden kommt“. Darüber hinaus werden durch die Sammelaktion nachhaltige Bildungs- und Gesundheitsprojekte in Afrika unterstützt: Ausbildungsplätze im äthiopischen Handwerk geschaffen, ugandische Familien bei Anpassungsstrategien gegen den Klimawandel unterstützt und die medizinische Arbeit im Ostkongo gefördert. Als zertifizierte Umweltschule übernimmt das Gymnasium Neureut in vielen ökologischen Bereichen besondere Verantwortung. Bereits 2015 organisierte Beate Blaeß eine Sammelaktion. „Eine solche Sammlung haben wir in unserem Umweltprogramm festgeschrieben“, erzählt sie. Initiiert wurde die Sammlung vom Land Baden-Württemberg mit seiner Aktion „Nachhaltig handeln“ zusammen mit verschiedenen Organisationen der evangelischen Kirche. Schirmherr ist Umweltminister Franz Untersteller. Wichtig für die Weiterverarbeitung der Handys ist die Kooperation mit der Telekom. In deren Handysammelcenter, das die Firma Teqcycle Solutions betreibt, werden die Handys geschickt, erfasst und in einer Datenbank bewertet, ob sie weiter genutzt oder recycelt werden sollen. „Etwa 10 Prozent der Handys sind noch voll funktionsfähig, rund 90 Prozent werden bei dem zertifizierten Recyclingunternehmen Elektrocycling in Deutschland recycelt“, so Beate Blaeß. Parallel zur Sammelaktion läuft landesweit auch der Wettbewerb „Handy-Challenge“, bei dem sich Schülerinnen und Schüler mit dem Handy näher beschäftigen sollen. Die Video-AG des Gymnasiums Neureut möchte daran teilnehmen und dreht bereits einen Kurzfilm zum Thema Handyrecycling. „Mit unserer Aktion hoffen wir auch den Kampf um die seltenen Erden, der in manchen Regionen der Erde bereits kriegerische Konflikte mit sich bringt, ein klein wenig zu mildern“, sagt Beate Blaeß. Es ist wie bei vielen Aktionen des Gymnasiums Neureut: Die Schulgemeinschaft denkt global und handelt lokal. (mh)

Stolz und Jubel: Gymnasium Neureut ist erneut Umweltschule

Gespanntes Schweigen – erwartungsvolle Blicke auf die Bühne. Und dann die wunderbare Nachricht: „Die Industrie- und Handelskammer bestätigt die Revalidierung unserer Schule als EMAS-Umweltschule für weitere zwei Jahre“, erklärte die Umweltbeauftragte des Gymnasiums Neureut, Beate Blaeß. Der Jubel und der Applaus unter den Schülerinnen und Schülern, dem Kollegium, den Eltern, den Mitgliedern des Ortschaftsrates und den Gästen war groß und lang angesichts dieser hervorragenden Nachricht zum Abschluss der Umweltprojekttage am Gymnasium Neureut.
Seit 14 Jahren trägt das Schulzentrum in der Unterfeldstraße nun schon das Siegel EMAS der Europäischen Union, das Unternehmen, Organisationen und Schulen nach einer aufwändigen und strengen Umwelt-Zertifizierung vergeben wird. Die Initiative ging damals von Lehrer und Pfarrer Ludwig Streib aus, der bereits aus der Kirchengemeinde Erfahrung mit Umweltzertifizierungen mitbrachte. Mittlerweile laufen alle Fäden bei Lehrerin Beate Blaeß zusammen, die mit einem kleinen Team engagiert und in detaillierter Arbeit die Umweltbelange der Schule bearbeitet und dokumentiert. Alle zwei Jahre schaut sich nun ein unabhängiger Gutachter die Einhaltung der Anforderungen und die Fortschritte in allen Bereichen des Umweltschutzes und der Sicherheit an und gibt die Ergebnisse weiter an die IHK, die dann gegebenenfalls das Zertifikat ausstellt.
Wie sieht es mit dem Verbrauch der Ressourcen und Materialien – Wasser, Heizenergie, Strom und Papier – aus? Ist ein Rückgang des Abfallaufkommens zu verzeichnen? Wie präsent ist das Thema Umwelt im Unterricht und im Schulleben? Finden Exkursionen und Klassenfahrten umweltverträglich statt? Werden selbstgesteckte Ziele erreicht? Das sind nur einige wenige Fragen, die bei der Zertifizierung eine Rolle spielen. „Da müssen dicke Aktenordner gefüllt werden, Interviews geführt und zahlreiche Dokumente und Statistiken vorgelegt werden“, so Tilman Hedinger. „Lohnt sich das überhaupt?“, fragt der Schulleiter. Er ist überzeugt davon. Durch die großen Anforderungen und Anstrengungen, die das Verfahren erfordere, komme man eben auch zu sehr guten Ergebnissen. Darüber hinaus seien die Themen Umwelt und Ressourcen die großen Themen der Zukunft. Dieser Meinung ist auch Umweltbürgermeister Klaus Stapf. „In dieser Schule wächst eine Generation heran, die sehr gut auf die Zukunft vorbereitet ist“, betonte er in seinem Grußwort und meinte begeistert: „Sie sind der Kern der Umweltbewegung in Karlsruhe. Seit 14 Jahren gibt es hier eine Kontinuität und ein Engagement, das seinesgleichen sucht“. Neureut könne stolz sein auf sein Gymnasium, erklärte auch der stellvertretende Ortsvorsteher Herbert Böllinger. Nur wenigen Gymnasien in Baden-Württemberg gelinge es, dieses Siegel zu erhalten.
Dass das Thema Umwelt in der Schulgemeinschaft eine ungemein wichtige Rolle spielt, zeigten die Projekttage, die zusammen mit der Rezertifizierung stattfanden. Drei Tage lang beschäftigten sich alle Klassen und Kurse mit dem Thema Ökologie. Die Bandbreite der Ideen war gewaltig: Von der Tauschbörse als Beispiel für nachhaltigen Konsum über das Thema ökologisch sinnvolle Ernährung hin zum Ökosystem Heidesee oder dem Naturpark Nordschwarzwald. Es wurde Kunst aus Naturprodukten geschaffen und Mode aus Abfall kreiert, der Konsum bestimmter Lebensmittel unter die Lupe genommen, Naturlyrik verfasst und Aspekte ökologischer Mobilität untersucht. Für alle Klassen und Kurse ab der Mittelstufe fand auch ein Vortrag von Dirk Vogeley statt, der im Auftrag der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur über den Klimawandel sprach.
Bei der Präsentation der Projekte und dem anschließenden, von der SMV und der Oberstufe organisierten Abschlussfest zeigte sich aufs Neue, dass Umweltschutz am Gymnasium Neureut nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, sondern praktisch gelebt wird: Die Würstchen kamen von einem Biohof aus Karlsruhe, die Brötchen von einer kleinen Bäckerei, die Burger waren vegetarisch und die Getränke wurden größtenteils in Glasflaschen und von einem kleinen Getränkeproduzenten bezogen. Ganz besonders aber war die Atmosphäre im Schulhaus und im Pausenhof. Sie zeigte, dass Umweltschützer keine Miesepeter sind. Und das war schon Klaus Stapf aufgefallen: „Umweltschutz und gute Stimmung passen zusammen“, sagte er in seinem Grußwort an die Schulgemeinschaft. „Keiner zeigt das besser als Sie“. (mh)

Freudenreiches Wiedersehen unserer Partner aus San Miguel de Los Bancos

Samstag, 7.7.18: Das Abenteuer beginnt. Als sich gegen 14 Uhr die Türen des Zuges öffneten, konnten wir unsere erschöpften Freunde aus San Miguel de Los Bancos nach einem Jahr endlich wieder in die Arme schließen. Die Freude war auf beiden Seiten riesengroß.
Bereits in den ersten Gesprächen beim gemeinsamen Picknick wurde unser Spanisch, welches bei dem ein oder anderen etwas eingerostet war, schnell wieder entrostet – in der Not halfen Google Übersetzer und Hände und Füße.
Auf dem Plan für den Sonntag stand eine Führung im Karlsruher Zoo. Als wir uns gegen 10 Uhr am Zoo trafen, hatten manche Ecuadorianer ihr erstes kleines Highlight bereits hinter sich: Sie sind zum ersten Mal Straßenbahn gefahren. Am Zoo angekommen zeigte uns der stellvertretende Zoodirektor Herr Dr. Clemens Becker unter anderem die Pinguine, Robben, Giraffen und vieles mehr. Am Meisten Zeit verbrachten wir jedoch im Elefantengehege: wir durften den ältesten Elefanten in ganz Deutschland, eine über 60 Jahre alte Lady mit Äpfeln zu füttern.

 

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Baumpflanzaktion

Nach der Entziegelung konnte der Bereich in Kooperation mit dem Gartenbauam tzum Teil neu bepflanzt werden. Bei dieser Aktion waren die Umweltsprecher und die neuen Umweltschulsprecher aktiv. Die neuen Bäume wurden eingesetzt und bewässert.

Umweltschutz und Fitnesstraining statt schnödem Schulalltag

Harte Arbeit war die Entsiegelungsaktion für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe: Etwa 600 Quadratmeter Steine wuchteten sie aus dem Schulhofboden. Fotos: Blaeß
Trotz des winterlichen Ambientes und der vielen Steine lässt sich schon erahnen, wie schön es einmal sein wird, wenn der Baumpfad angelegt ist.
Als Umweltschule mit dem EMAS-Zertifikat hat sich das Gymnasium Neureut verpflichtet, dass die Ökologie in alle Bereiche des Schullebens Einzug hält. Der große Schulhof bietet sich für eine Entsiegelungsaktion geradezu an.

Die einen gehen ins Fitnessstudio, die nächsten spielen Tennis und andere machen Yoga. Doch wir, die Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Neureut, machen Fitness- und Krafttraining ganz einfach in der Schule und nebenbei helfen wir noch mit, die Umwelt zu verbessern. Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler aus der Mittel- bis Jahrgangsstufe bestand darin, die circa 650m2 große Pflastersteinfläche neben der Schule aufzureißen und die Steine herauszuheben, um sie in extra für dieses Projekt angemietete Container zu werfen. (Hier weiterlesen...)

¡Bienvenidos amigos de San Miguel de Los Bancos!

Einen guten Monat nach unserer Anbahnungsreise nach Ecuador besuchten uns schließlich unsere Partner für eineinhalb Wochen in Neureut. Am Sonntag, den 26.6.16 war es soweit, und wir konnten unsere kleine Reisegruppe, die beiden Lehrerinnen Lilia de Monar und Cecivel Carbo mit Mayli und Kevin, aus San Miguel de Los Bancos voller Freude empfangen.

Wir waren alle sehr gespannt auf die kommenden Tage, wie das wohl werden wird, was sie uns Neues von ihren Aktivitäten am Colegio zu berichten hatten, wie sie die neuen Eindrücke hier aufnehmen, und welche weiteren Ideen sich für unser gemeinsames Projekt in den kommenden Tagen entwickeln würden. [mehr]

Faszinierende Eindrücke von der Anbahnungsreise nach Ecuador

Vom 5. bis 15. Mai 2016 haben sich die zwei Umweltschulsprecher Lennart Kleinhans und Yannick Knieriemen (Kl. 10a) mit der Spanischlehrerin Frau Schott und der Umweltbeauftragten Frau Blaeß nach langer Vorbereitung auf den Weg nach Ecuador gemacht, um Schüler- und Lehrerschaft des Colegio San Miguel de Los Bancos persönlich kennenzulernen und das Umweltzentrum Mindo Lindo mitten im Nebelwaldreservat zu erkunden. Die ecuadorianischen Partner haben uns sehr herzlich empfangen und bestens umsorgt. Die anfänglichen Befürchtungen, was sprachliche Hürden anbelangt, waren schnell vergessen, die zwischenmenschliche Verständigung funktionierte einwandfrei.

Viele gemeinsame Aktivitäten und Überlegungen haben uns einander näher gebracht. Bei den Treffen mit Schülerinnen und Schülern der Umweltgruppe vor Ort und den zwei gemeinsamen Tagen im Umweltzentrum in Mindo Lindo wurde deutlich, dass der Umweltschutz beiderseits ein brisantes Thema ist, für das sich die Jugendlichen gemeinsam stark machen möchten. Das einzigartige Ökosystem Nebelwald mit den zahlreichen Pflanzen- und Tierarten, den wundervoll glänzenden Kolibris und Schmetterlingen, den riesigen Baumfarnen und Palmen, den dicht mit Moos und Aufsitzerpflanzen bewachsenen hohen Bäumen mit teilweise meterbreiten Brett- und meterhohen Stelzwurzeln, neben denen ab und an Lianen herunterhängen, war beeindruckend.

Die Wanderung in Mindo Lindo mit Frau Dr. Heike Brieschke und Herrn Pedro Peñafiel, die einmal querfeldein durch dieses Dickicht steil abwärts und auf der anderen Seite des Flusses durch eine Kaskade von Wasserfällen wieder aufwärts ging, das Ganze in Gummistiefeln, forderte manch einen heraus und ließ uns den Wald mit der sagenhaften Geräuschkulisse hautnah erleben. Auch auf dem Schulgelände befindet sich ein schmaler Pfad, der durch Nebelwaldgelände führt, das von der Umweltgruppe von Müll frei gehalten wird. Die Größe des Schulgeländes war für uns kaum fassbar, die Schulgebäude allerdings überschaulich.

Die "Mensa" wurde vor allem von unseren Schülern gerne für Zwischenmahlzeiten genutzt (z.B. Reis mit Hühnchen morgens um 10 Uhr, Honigmilchbrötchen oder knallroter Wackelpudding). Der Wackelpudding kam bei gemeinsamer schweißtreibender Arbeit im neu errichteten Schulgarten auch gerade richtig. Dort haben wir gemeinsam drei neue Beete angelegt. Die Jungs haben hierfür mit Pedro Bambus am Fluss gefällt und herbeigeschafft. Nach der Einsaat und Pflanzung wurde schließlich mühsam gegossen. Hierzu war es nötig, das Wasser in relativ kleinen Gefäßen aus dem Schulhof herbeizutragen und mit einer durchlöcherten Blechdose zu gießen. Dem wurde am nächsten Tag Abhilfe geschafft, indem wir in einem urigen "Agrarfachhandel" neben ein wenig Gartenwerkzeug eine chinesische Plastikgießkanne und einen großen Mülleimer als Wasserkanister besorgten.

In der Schule wurde nicht nur gegärtnert, sondern man tauschte sich auch über ökologische Probleme, Aktionen und Visionen aus, besuchte eine Englischstunde, sah dem Sportunterricht unter freiem Himmel zu und erlebte den Morgenappell mit (bis auf Lennart, der ihn hinter der Schulabsperrung mitverfolgen musste, da er zu der Zeit niemanden antraf, der ihm das Tor geöffnet hätte). Die Vertreter der Stadt haben sich ebenfalls sehr bemüht, uns Los Bancos mit all seinen Facetten zu zeigen. Wir waren zu einem Gespräch bei der Bürgermeisterin eingeladen, haben die Kindertagesstätte und den Seniorentreff besucht, eine Kindermodeschau zu sehen bekommen und die ökologischen Projekte, die bereits verwirklicht wurden, wie etwa der Iguana-Park: eine einstige Müllhalde, die in zahlreichen Stunden Arbeit vor allem auch durch Schüler und Eltern in einen grünen Park verwandelt wurde. Desweiteren besichtigten wir die städtische Baumschule, die erfolgreich Bäume heranzieht, um das Aufforstungsprojekt zu verwirklichen und die Müllhalde, wo eine Erweiterung neu ausgehoben und abgedichtet wurde. Bei den tropischen Regengüssen, die wir täglich zu spüren oder unter Wellblechdach zumindest stark zu hören bekamen, ist eine solche Abdichtung unabdingbar.

Insgesamt war es eine sehr bewegende Reise mit vollem Programm, zahlreichen Eindrücken und äußerst freundlichen Begegnungen. Wir sind nun sehr gespannt und freuen uns auf den Gegenbesuch der ecuadorianischen Partner Ende Juni.

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