Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA)

Abschlussveranstaltung der 8. Generation der Schüler-Ingenieur-Akademie am Gymnasium Neureut

Am 21. Juli 2017 erhielt die 8. Generation Neureuter SIAnerinnen und SIAner ihr Abschlusszertifikat bei der Abschlussveranstaltung im Studiensaal des Gymnasium Neureut. Neben stolzen Eltern und Freunden kamen auch SIA-Beteiligte, die für den exzellenten Inhalt des SIA-Lehrplans sorgen. Von der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft, die seit Jahren die SIA am GN unterstützt, kamen Herr Bernhard Beck, der das Projekt "Gyrokreisel" - ein Highlight des SIA-Jahres - entwickelte und Frau Norma Pralle, die die Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule organisiert. Dass das Format SIA ein Erfolg ist, zeigt auch, dass einer der Dozenten ein ehemaliger SIA-Schüler war. Timo Steidinger, der 2013 am GN sein Abitur machte und nun ein Robotik-Projekt bei der SIA durchführt, studiert jetzt Informatik und freute sich besonders bei seiner alten Schule wieder einmal rein zu schauen. Bei der Gelegenheit konnten sich die Gäste über die wissenschaftlichen Arbeiten, die die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Kurses anfertigten, informieren. Die Themen reichten von der "Entwicklung einer microskopischen Verkehrssimulation" über "Human Enhancement" bis zu Betrachtungen zur "Dunklen Materie".

Hier finden Sie den 'Lehrplan - SIA-Karlsruhe, II. Schuljahr 2017/18'

SIA @ SAP

Dienstag, 21.2.2017: Eingeladen von einem der weltweit größten Firmen für Software-Entwicklung, machten wir SIAner uns zusammen mit den Teilnehmern der Partnerschule, dem Gymnasium Karlsbad, auf nach Walldorf.

Gleich nach der Zugfahrt zu SAP, wurde uns auch schon die erste Tasse Kaffee angeboten. Die nach Vorbild des Silicon-Valley in Lounges und anderen Begegnungsmöglichkeiten stattfindenden regelmäßigen Kaffeepausen zogen sich auch weiterhin konstant durch das Tagesprogramm und boten die angenehme Möglichkeiten, zwischen dem umfangreichen Inputphasen durchzuschnaufen.

Der Vormittag startete mit einer Einführung in das Unternehmen. Die SAP entwickelt und verkauft Software, die die Buchhaltung und den Vertrieb von Unternehmen managen soll. Sie ist dadurch in vielen verschiedenen Branchen tätig. Von Handel über die Konsumgüterindustrie bis hin zur öffentlichen Verwaltung. Zudem versucht man immer neue Softwareprodukte zu entwickeln, z.B. im Bereich "Big Data". Dabei geht es um Echtzeitanalysen, die uns am Beispiel einer möglichen Software für die Allianzarena verdeutlicht wurde. Diese Software soll den Zuschauern unter anderem die Möglichkeit bieten Stau bei An- und Abfahrten zu vermindern oder ihr Essen für die Pause im Voraus zu bestellen und sie soll außerdem z. B. defekte Bildschirme, Drehtüren oder andere Geräte im Stadion gezielt erkennen und dadurch viel Arbeit erleichtern.

Außerdem wurden uns die Ausbildungsmöglichkeiten bei SAP sehr detailliert näher gebracht. Man kann dabei zwischen den Richtungen Informatik, Betriebswirtschaft und Betriebswirtschaft & Informatik wählen. Dafür haben uns sehr nette, derzeitige Auszubildende von ihren Erfahrungen bei SAP berichtet und uns dadurch die Ausbildung bei SAP aus ihren Augen veranschaulicht. Besonders erwähnenswert erschien mir dabei, dass SAP, neben den Min­dest­anforderungen, viel Wert auf Lernbereitschaft, Eigeninitiative und Teamfähigkeit legt.

Daraufhin genossen wir das leckere Essen in der SAP-Kantine, zu dem wir eingeladen waren und an­schließend wurde uns bei einem Verdauungsspaziergang über den SAP Campus unter anderem der firmeneigene Kindergarten und die Tennisplätze für die Mitarbeiter gezeigt.

Nun kamen wir langsam zu einem weiteren Schwerpunkt unseres Besuches, dem 3D-Druck. Uns wurde zunächst ein 3D-Drucker in Aktion gezeigt. Daraufhin wurden uns die Grundlagen für das geometrische Modellieren vermittelt, welche zur Darstellung von Kurven, Flächen und Kanten verwendet werden.

In einem weiteren Vortrag wurden uns die unterschiedlichen Funktionsweisen von 3D+Druckern erläutert. Das Material wird entweder thermisch oder chemisch verflüssigt und dann additiv, das heißt schichtweise, aufgetragen. Dafür gibt es im Allgemeinen zwei verschiedene Verfahren. Erstens das "Fused Deposition Modeling", kurz FDM, bei dem nur das Modell, von unten nach oben angefertigt wird. Dies ist zwar das günstigere Verfahren, allerdings bringt es auch eine geringere Belastbarkeit mit sich. Zweitens das Lasersinter-Verfahren. Hierbei wird das verwendete Material als pulverartige Schicht aufgetragen. Das Modell wird, mithilfe eines Lasers, der dieses Pulver miteinander verschmelzen lässt, daraus geformt. Dabei gewinnt man zwar eine relativ hohe mechanische Belastbarkeit, allerdings bringt dieses Verfahren auch eine aufwändige Reinigung, von dem nicht geschmolzenen Pulver mit sich.

Die für die Verfahren benötigten Materialien, sowie die Drucker selbst können, je nach Art, in ganz unterschiedlichen Preisklassen liegen. So kostet 1kg PLA (ein spezieller Kunststoff) circa 45€ und 1kg Titan circa 450€. Und während ein kleiner FDM Drucker bereits ab 600€ zu kaufen ist, so kann eine Laser-Sinter-Maschine bis zu 1,5 Mio Euro kosten.

Nur leider war am Ende keine Zeit mehr, selbst zu modellieren. Was zum einen zwar ein wenig schade war, zum anderen waren wir aber auch froh den interessanten, aber auch langen Tag geschafft zu haben, weil wir auf der Heimfahrt die vielen Eindrücke, die man bei einer solch großen Firma erhält, verarbeiten konnten. (S.W.)

Impressionen

Flyer „SIA am Gymnasium Neureut“

Weitere Informationen zur Schüler-Ingenieur-Akademie können Sie dem „Flyer SIA“ entnehmen.

Lehrpläne

Die Lehrpläne des aktuellen Jahrgangs und der vergangenen Jahrgänge vermitteln einen Eindruck der Aktivitäten.

Design by S.Röhrauer