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Humorvolles Arbeitstier und verlässlicher Freund: Tilman Hedinger geht in den Ruhestand

Dass Tilman Hedinger ein Schwabe ist, gereichte ihm als Schulleiter im Badischen nur kurz zum Nachteil. „Wir dachten an die großen Integrationsleistungen, die Deutschland vollbracht hat, und gingen weitgehend unvoreingenommen an diese Aufgabe heran, frei nach dem Motto: ´Wir schaffen das´“, meinte der für seinen trockenen Humor bekannte Uwe Müller, geschäftsführender Schulleiter der Karlsruher Gymnasien, in seiner Rede zur offiziellen Verabschiedung von Tilman Hedinger. Nach 10 Jahren an der Spitze des Gymnasiums Neureut geht der beliebte Schulleiter nun in den Ruhestand. Hedinger habe sich leichtgetan mit seiner „Integration“, wie Müller betonte, durch seine Ruhe und Gelassenheit und seinen Humor. Überhaupt spielte der Humor, der den scheidenden Oberstudiendirektor unter vielen anderen positiven Eigenschaften auszeichnet, auch am Nachmittag seiner Verabschiedung am Gymnasium Neureut eine übergeordnete Rolle. Viele Grußworte waren witzig und kreativ, auch wenn natürlich Wehmut über den Abschied überall mitschwang. Musikalisch wunderschön begleitet wurde die kurzweilige Veranstaltung von verschiedenen Ensembles unter der Leitung von Christine Schott.
Zu einem Kopfkino über das Leben Tilman Hedingers lud die Präsidentin der Abteilung Schulen am Regierungspräsidium, Anja Bauer, die Gäste ein. Der Film begann in Ludwigsburg, wo Hedinger aufwuchs und 1973 Abitur machte. Er studierte Germanistik und Romanistik in Freiburg, absolvierte einen Magister Artium und entschied sich dann nach einer Zeit als Fremdsprachenkorrespondent in Frankreich für den Beruf des Lehrers am Gymnasium. Die ersten Jahre verbrachte er im Stuttgarter Raum. Schon bald wurde er zum Abteilungsleiter befördert. Geduld habe ihn ausgezeichnet, so Anja Bauer, er habe Kinder stärken und ihnen Mut machen wollen, Lehrer sollten sich als Vorbilder sehen und als solche gesehen werden. 2003 wurde er dann Schulleiter am Eschbach-Gymnasium in Stuttgart, bevor er 2009 als Schulleiter nach Neureut kam. 42 Dienstjahre hat Tilman Hedinger nun hinter sich. Noch immer sei er „neugierig, offen, freundlich und zugewandt“, so Anja Bauer.
„Sie haben das Gymnasium Neureut eindrucksvoll geführt und damit natürlich auch einen großen Beitrag zu einem intakten, funktionierenden Leben in unserer Ortschaft Neureut geleistet“, sagte Ortsvorsteher Achim Weinbrecht und attestierte dem scheidenden Schulleiter ebenfalls den notwendigen Humor, gepaart mit leichter Ironie und dem Talent, mit Worten zu spielen – „in einer wunderbar unterhaltsamen Art und Weise“. Weinbrecht lobte den „menschlichen und sachlichen Umgang miteinander“ und dankte Tilman Hedinger für die Geduld und das Verständnis. „Wir sind und waren nicht immer die Schnellsten“, so der Ortsvorsteher, „und konnten nicht alle Wünsche und Bedürfnisse erfüllen.“
Dass das Neureuter Gymnasium „als Schulgemeinde funktioniert“, habe er von Anfang an und immer wieder erlebt, so der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Markus Frank. Nicht zuletzt sei dies auch das Verdienst des Schulleiters. Bei großen und kleinen Projekten und auch wenn es Probleme gab: Tilman Hedinger sei als Ansprechpartner präsent gewesen, habe zugehört, sei offen, neutral und engagiert gewesen. Von einer „hervorragenden, stets konstruktiven, verlässlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe“ sprach der Rektor der Realschule, Andreas Boegl. Er nannte ihn „einen lieben, besonderen Menschen“ mit „feinem Humor“. Fast jeden Mittag seien die Schulleitungen zusammen in die Mensa essen gegangen, erzählte Boegl. So manches Mal habe Hedinger geseufzt und gesagt: „Wenn doch alle ein bisschen gelassener wären, würde vieles leichter gehen.“ Nun wünschte er seinem „verlässlichen Freund“, dass er im Ruhestand für sich selbst vielleicht noch etwas völlig Neues entdecke.
Wunderbare Eigenschaften attestierten die Vertreter des Kollegiums ihrem bisherigen Chef. Es sei eine Verschwendung, wenn ein „Top-Manager“ wie er mit einem großen Wissen und ohne jegliche Amtsmüdigkeit oder Frustration nur wegen des Alters gehen müsse, sagte Patrick Krätz, der nun vier Jahre an der Seite Tilman Hedingers als stellvertretender Schulleiter gearbeitet hat. Gleichzeitig sei es für den Scheidenden „schön und erstrebenswert“, völlig gesund und im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte in den Ruhestand gehen zu können. Eine kleine Umfrage im Kollegium, die Annett Petirsch vom Personalrat der Schule gestartet hatte, brachte Folgendes zutage: Tilman Hedinger sei ein Arbeitstier, ein guter eloquenter Redner, der immer stilvoll gekleidet sei. Er stehe hinter den Kolleginnen und Kollegen, sei interessiert und offen für neue Ideen und behalte auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf. Und: „Er hat Humor“, so Annett Petirsch. „Er kann sich auch über Späße amüsieren, die auf seine Kosten gehen.“ Für das Kollegium und die Schule durchweg positiv waren auch seine Großzügigkeit und seine Lust zu feiern. So habe er den Schulhock zu einer festen Größe etabliert und als Marathonläufer ein Preisgeld für die Badische Meile ausgelobt. Seither stellt das Gymnasium Neureut immer die meisten und schnellsten Läufer. Und nach Schulveranstaltungen habe er das Kollegium gerne noch zu einem Gläschen Sekt und Knabberzeug eingeladen. „Leider haben wir viel zu spät erkannt, dass Sie auch wunderbare Sketche schreiben“, so Annett Petirsch und meinte das gleichzeitig witzige und inhaltsreiche Stück, das zum Jubiläums-Festakt auf die Bühne gekommen war. Die Lehrerin wünschte Tilman Hedinger nun im Namen des Kollegiums Zeit, um mit dem Fahrrad unterwegs zu sein „ohne Verpflichtungen und das Gefühl der Freiheit, das damit verbunden ist, in vollen Zügen zu genießen.“
Wie humorvoll, eloquent und wertschätzend er ist, zeigte sich in der abschließenden Rede Tilman Hedingers. Er habe sich in den zehn Jahren zusammen mit seiner Frau kräftig bemüht, eine Annäherung an die badische Lebensart zu finden. So habe er beispielsweise ein Fahrrad in Gelb, seine Frau in Rot. „Mehr Baden geht fast nicht“, meinte er schmunzelnd. Aber: „Alle sprachlichen Assimilationsversuche sind zum Scheitern verurteilt, wo man am Blut erkannt wird“, meinte er und erzählte eine Anekdote, wie beim Blutspenden im vergangenen Herbst kein Blut floß und der Versuch deshalb abgebrochen werden musste. Der Pfleger fragte Herrn Hedinger: „Bisch a Schwob?“ Auf erschrockenes Nachfragen, ob man ihm das ansehe, meinte der Pfleger in breitem Badisch: „Noj. Awer er will halt nix hergewwe. So send se halt, die Schwowa….“ Fast am Ende seiner Rede meinte Hedinger mit feiner Ironie: „Der Schwabe an sich ist nicht wirklich bösartig, aber gelegentlich – wie man dort sagt – „wüscht“.“ Wertschätzendes Verhalten und Achtsamkeit seien ihm fremd. Er könne nichts dafür, es sei sein Daimon, seine genetische Disposition. „Und so bitte ich all die um Nachsicht und Vergebung, die der Schwabe Hedinger je geärgert oder gekränkt haben mag“. Und dann dankte er allen, die ihn in den letzten Jahren fleißig, verlässlich und freundlich begleitet haben, sehr wertschätzend und lud alle – spendabel und so gar nicht schwäbisch – zu einem abschließenden Schulhock ein. (mh)

Fotos: Philipp Kupferschmied

Sehr geehrte Frau Bauer,
sehr geehrte Frau Ruder-Aichelin,
sehr geehrter Herr Frisch,
sehr geehrter Herr Weinbrecht,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Eltern und Gäste, die Sie heute zu meiner Verabschiedung gekommen sind,
liebe Schülerinnen und Schüler,

ich danke Ihnen allen für die freundlichen Worte und die musikalische Begleitung. Meine Zeit hier am Gymnasium Neureut geht nun zu Ende- irgendwie merke ich es jetzt langsam auch. (vor allem, nachdem mich die Schüler heute Vormittag in einer herzergreifenden Veranstaltung verabschiedet haben).
Um es kurz zu machen: Ich habe hier zehn wirklich gute Jahre verbracht. Dabei war die Ausgangssituation denkbar schlecht. Die Karlsruher sind zwar ein weltoffenes Völkchen. Alles Verständnis hat aber seine Grenzen, sobald einer aus Stuttgart kommt. Und das war bei mir ja nun mal der Fall. Ein Schwabe! Aus Stuttgart! Der worst case war also eingetreten. Kein Wunder, dass meine Amtseinführung damals ein bisschen holprig verlief. Die Referatsleitung kannte den Termin offensichtlich nicht und wurde dann holterdipolter von einem Fahrer hergebracht, während die Gäste in unserer Aula eben mal ein Stündchen warten mussten.
In der ersten Zeit führte man mich behutsam in die hiesigen Gepflogenheiten ein. Ich war ja wirklich ahnungslos, insbesondere in Bezug auf die Neureuter, ihr Selbstverständnis und ihre Geschichte. Dann hatte ich in Stuttgart zwar schon eine Schule geleitet, aber hier war alles wieder ein bisschen anders, und diese Umstellung war gar nicht so einfach. Zudem hatte mit meinem Vorgänger Herrn Wibel auch Frau Ohler, die Hauptsekretärin, die Schule verlassen, und ihre Kollegin, Frau Remdt, folgte ihr bald nach. Ihre Nachfolgerin Frau Ungemach war damals grade 20, und das war ihre erste richtige Stelle. Sie und ich, wir fühlten uns manchmal eher wie das Schifflein auf der Welle und nicht wie der Fels in der Brandung, der wir hätten sein sollen im Trubel des Schulalltags.
Was uns half, war zum einen das offene, immer konstruktiv mitdenkende Kollegium, zum anderen das learning by doing. Nach wenigen Jahren wusste Frau Ungemach, wie es lief, und heute hat sie das Sekretariat im Griff wie kaum eine zweite.
Auch meine Einbürgerung ins Badische und in die Karlsruher Schullandschaft ging langsam voran. Die Runde der Karlsruher Schulleiter- zunächst unter Hugo Oettinger, dann unter Uwe Müller- spielte dabei eine besondere Rolle. Diese Runde ist weit mehr als ein Arbeitskreis. Hier treffen sich ganz unterschiedliche Köpfe, tauschen sich aus, streiten um die Sache, frozzeln ziemlich viel und machen allerlei Späße, die man Schulleitern so gar nicht zutrauen würde. In bester Erinnerung sind mir die gemeinsam unternommenen Studienreisen- nach Jordanien, Namibia, Paris, Halle, wo es manchmal echt lustig zuging. Kein Außenstehender hätte da für möglich gehalten, dass dieses Häuflein Ausgelassener tatsächlich Schulleiter sein sollten… Lieber Uwe Müller, an dich als spiritus rector dieser Unternehmungen geht mein Dank. Du hast mir in Namibia mit sicherer Hand über steile Felspassagen geholfen und mich sehr nett in euren Kreis aufgenommen, obwohl ich ja nun manches verkörpere, was dem KSC- Fan gar nicht behagt. Ich wünsche euch noch viele schöne Exkursionen und dem KSC reichlich Tore (von mir aus auch gegen den VfB), mit denen er seine Fans und vor allem dich glücklich macht.
In all den Jahren gab es für uns an der Schule vielerlei Weichen zu stellen und Entscheidungen zu fällen. Die will ich jetzt gar nicht aufzählen. Vor 50 Jahren sprach man, wie Herr Weinbrecht neulich ausführte, tatsächlich vom „Bildungsnotstand der nördlichen Hardt“. Davon ist heute eigentlich nichts mehr zu spüren- wenn man davon absieht, dass unsere Schüler noch immer ihre Schwierigkeiten mit den Nasallauten des Französischen haben und sich hartnäckig und erfolgreich dagegen wehren, Vokabeln zu lernen.
Nicht alles in diesen Jahren lief natürlich immer glatt. Das gilt ganz besonders für 2017/18, als es um die Umbauplanung des Schulzentrums ging. Das alles abzustimmen mit den verschiedenen Interessensgruppen, nämlich den diversen Fächern und Fachvertretern sowie der Realschule - das war nicht eben leicht. Wochenlang, monatelang gab es kein anderes Thema. Manche Kollegen haben parallele Planungen angelegt, haben z. T. wirklich nächtelang Modelle diskutiert und alles andere- Unterricht, Ehefrauen, Familie, die eigene Gesundheit- hintangestellt. Wir haben uns wahrlich aufgerieben. Die Nerven lagen blank, auch bei mir, Akten lagen wochenlang unbearbeitet auf dem Schreibtisch und Herr Krätz lag auch noch mit operiertem Bein monatelang im Krankenbett. Derzeit ist viel in der Zeitung zu lesen von Dingen, die mit Raketen vor 50 Jahren auf den Mond geschossen wurden. Wenn ich etwas hätte, das ich am liebsten auf den Mond schießen würde, dann wäre es diese Episode. Dass die Planung dann doch noch zu einem guten Ende gelangte, ist hauptsächlich Frau Beck vom HGW und dem Architekten Herrn Metzger, zu verdanken. Sie haben mit schier unendlicher Geduld versucht, in Ihren immer wieder neuen Planungen die Wünsche der verschiedenen Interessensgruppen zu berücksichtigen und schließlich einen Konsens zu erreichen, mit dem alle gut werden leben können.
Mittlerweile ist das Krätzsche Bein wieder komplett, und auch die anderen Wunden aus dieser Schlacht sind, so hoffe ich doch, wieder einigermaßen verheilt.
In den letzten Jahren gab es vielerlei personelle Veränderungen. Zunächst im Kollegium der Realschule: Dort trat nämlich Andreas Boegl seinen Dienst als neuer Schulleiter an, und schnell entwickelten wir eine Reihe von Ideen zur Kooperation. Bei uns gingen um diese Zeit zahlreiche Lehrkräfte am Schuljahresende in den Ruhestand, darunter der Stellvertreter, Herr Rang, und das gesamte Schulleitungsteam. Michael Bücheler konnte aus dem Kollegium als Abteilungsleiter gewonnen werden, neu hinzu kam 2015 von außen hereingeschneit ein gewisser Patrick Krätz als neuer Stellvertreter, und das war, lieber Patrick, wirklich gut für die Schule. Ich habe in dir immer einen äußerst loyalen und verlässlichen Partner und einen liebenswerten Kollegen und aufrichtigen Menschen gehabt und sage dir an dieser Stelle: danke für alles!
In den drei Folgejahren kamen dann noch Birgit Breunig als Nachfolgerin von Johannes Härle-Hofacker und Aleksandra Griesinger hinzu, die Thomas Gottwald ablöste. Unseren Austausch in den Teamsitzungen- meist bei Kaffee, nach Geburtstagen auch bei Kuchen (in Schifferdecker‘scher Tradition) habe ich in all den Jahren als wichtig und hilfreich erlebt. Die Sitzungen endeten immer damit, dass ich zahlreiche beschriebene To- do- Zettelchen vor mir liegen hatte, die möglichst nicht vom Winde verweht werden sollten, während andere, etwa Birgit Breunig, schon während der Sitzung in Nullkommanix alle Resulate unserer Überlegungen in ihren schicken Tabletrechner eingetippt hatte. Da sah ich es dann selbst: Eine neue Zeit war irgendwie angebrochen.
In den zehn Jahren haben meine Frau und ich uns nach Kräften bemüht, uns der Badischen Lebensart anzunähern. Zum 60. Geburtstag wünschte ich mir ein neues Fahrrad in der Farbe Gelb, meine Frau bekam eines in Rot. Mehr Baden geht fast nicht. Ich hatte mir ganz schnell das „Grüß Gott“ abgewöhnt, kenne zumindest die erste Strophe des Badnerlieds und kam bislang auch mit den Karlsruher Sommertemperaturen einigermaßen zurecht- von heute mal abgesehen. Ein bisschen schreckhaft bin ich allerdings noch, wenn die Begriffe „Schwowa“ oder „Schdugard“ fallen. Dann ziehe ich leicht den Kopf ein und schaue mich erst einmal vorsichtig um, um die Lage zu sondieren. Auch kann ich mich noch immer nicht dazu durchringen, „siewe“ statt „sieben“ zu sagen oder den Leuten beim Abschied noch „ein schöner Nachmittag“ zu wünschen.
Aber alle sprachlichen Assimilationsversuche sind ohnehin zum Scheitern verurteilt, wo man am Blut erkannt wird. Das meine ich ganz wörtlich und muss es erklären. Letzten Herbst war ich beim Blutspenden. Irgendwie hatte die Schwester jedoch die Nadel falsch gelegt; jedenfalls lief das Blut nicht wie sonst immer heraus; der Versuch musste nach einiger Zeit abgebrochen werden. Da fragte mich der Pfleger, der mich hinausbegleitete: „Bisch a Schwob?“ Ich, erschrocken: „Sieht man mir das an?“ Darauf er- ich zitiere wörtlich: „Noj. Awer Er will halt nix hergewwe. So send se halt, die Schwowa…“
Ja, so sind sie, das ist nun mal unser Daimon, die Schwabenhaut, aus der wir nicht herauskönnen. Der Schwabe an sich ist nicht wirklich bösartig, aber gelegentlich, wie man dort sagt, „wüscht“. Was von uns heutzutage ständig verlangt wird- „Achtsamkeit“, „wertschätzendes Verhalten“- ist ihm fremd. Er ist bruddelig und ungerecht. Und so bitte ich all die um Nachsicht und Vergebung, die der Schwabe Hedinger je geärgert oder gekränkt haben mag. Er kann nix dafür, es war schließlich sein Daimon, seine genetische Disposition. Es soll nicht wieder vorkommen- und war bestimmt nicht so gemeint, jedenfalls meistens.
Es bleibt mir nun noch zu danken: an erster Stelle all denjenigen im Kollegium, die daran mitgewirkt und die selbst durch ihr Können, ihre Tatkraft und ihr Handeln bewirkt haben, dass unsere Schule gut läuft. Und das sind einige. Und das haben Sie heute nochmals unter Beweis gestellt.
Ich danke Ihnen, liebe Frau Ungemach, für Ihre großartige Arbeit im Sekretariat. Auf Sie konnte ich mich hundertprozentig verlassen. Was wären wir alle ohne Sie! Mit Frau Jörger, der ich ebenfalls herzlich danke für ihre tolle Unterstützung in den letzten Monaten, bilden Sie eine Oase der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft in der Hektik des Schulvormittags. Das werde ich echt vermissen: Wie wir fast täglich so um halb eins zur Mensa rübergingen, zusammen mit Herrn Boegl und Herrn Krätz, um dort lachend und plaudernd unser Mittagessen einzunehmen. Oder wenn Sie sich, meist mit Ihrer Tochter Natalie, am Nachmittag verabschiedeten, mit einem leichten Winken: „Bis morgen!“
Danken möchte ich dir, lieber Andreas. Es tat immer so gut, sich auszutauschen mit dir- über Schulrechtliches, aber auch über allzu Menschliches! Mit deinem Humor hast du mich und die Mensa- Viererbande täglich zum Lachen gebracht, mit deinem guten Rat manches Mal geholfen.
Ich danke unseren Hausmeistern Herrn Kwasny und Herrn Glasstetter. Im Schulzentrum und in den Sporthallen war immer gut zu tun, und das wird auch so bleiben. Herr Glasstetter gehört zu den Mitarbeitern, denen es Freude macht, ein Problem zu lösen und anderen behilflich zu sein. Was will man an einer Schule mehr?
Ich danke unserem Förderverein für sein jahrelanges großes Engagement für die Schule. Das begann in meiner Zeit mit Herrn Dr. Heckele als Vorstand, dann ging es weiter mit Frau Köhler, Herrn Frank, Frau Stein bis zu Herrn Dr. Frank. Der Förderverein hat der Schule viel ermöglicht, was sonst nicht gegangen wäre- Stichwort Medienpulte. Er hat aber auch atmosphärisch sehr viel beigetragen- hier ein kleiner Sektausschank, da ein Elterncafé oder eine Runde Fingerfood, dort eine Initiative oder Spende. Liebe Frau Gröger- Kaiser, liebe Nachfolgerin im Amte, die Vorstandssitzungen dauern zwar immer ein bisschen lange, sagen wir gleich: bis in die Nacht- schließlich wollen jeweils so um die 20 bis 30 Tagesordnungspunkte abgearbeitet werden. Entscheidend ist aber, wie Helmut Kohl schon sagte, was hinten rauskommt, und das war immer eine ganze Menge.
Ich danke dem AK Mensa auch heute nochmals. Dieser kleine Arbeitskreis, zunächst unter der klugen Leitung von Frau Grünhage und Frau Stein, hat in den 10 Jahren- nomen est omen- manchen Stein ins Rollen und uns letztlich nicht nur die Mensa gebracht, sondern er stellte ein Beispiel für ein vorbildliches gemeinsames Tun von Schule und Eltern dar, ganz ohne Risiken und mit vielen positiven Nebenwirkungen zum Wohle der Schule.
Ich danke der Elternbeiratsgruppe und ihren Vorsitzenden der letzten Jahre- Herrn Schlageter, Herrn Schreckenberger und Herrn Dr. Kochendörfer- für das gute und immer konstruktive Miteinander.
Mein Dank geht an die Kolleginnen und Kollegen der Gymnasialabteilung im RP Karlsruhe, insbesondere an Sie, liebe Frau Gutruf und liebe Frau Ruder- Aichelin. Ich musste mich manches Mal an Sie wenden und erhielt von Ihnen oftmals auch die benötigten Lehrerstunden, immer aber guten Rat. Möge beides- auch das Erstgenannte- auch meiner Nachfolgerin zuteil werden!
Mein Dank geht an die Ortsverwaltung für die langjährige Zusammenarbeit- an erster Stelle an unseren Ortsvorsteher Herrn Weinbrecht, der die gute Kooperation fortführt, die wir mit seinem Vorgänger, nämlich mit Ihnen, lieber Herr Stober, bereits hatten. Schulen wollen natürlich immer etwas, und das kostet meistens Geld, oft sogar viel Geld. Es ist aber Geld, das bestens angelegt ist. Ich bin mir sicher, dass Sie und die Stadt Karlsruhe als Schulträger auch künftig unsere Schule nach Kräften in ihrer Entwicklung unterstützen werden. Liebe Frau Gröger- Kaiser, Sie haben soeben zumindest Ansätze eines Nickens gesehen- darauf können Sie sich künftig berufen.
Schließlich danke ich allen, die die heutige Feier mit organisiert haben- an erster Stelle natürlich Patrick Krätz, bei dem die Fäden wohl alle zusammenliefen, aber auch allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen, Frau Haupt und Frau Huber, unseren beiden unersetzlichen Mensadamen, sowie Herrn Sauder für seine Unterstützung. Ich danke euch, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen, für eure / Ihre schönen musikalischen Beiträge. Den letzten, den wir jetzt gleich hören, habe ich mir selbst von Annalisa und Vivien gewünscht.
Im Anschluss sind alle zu einem deftigen Happen drüben an der Sporthalle eingeladen.

Danke und alles Gute!

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