Schule ohne Rassismus

„Schule mit Courage“: Gegen jede Form der Diskriminierung

Über 70 Prozent aller Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte am Gymnasium Neureut haben sich per Unterschrift verpflichtet: Sie möchten eine Schule ohne Rassismus, eine Schule mit Courage. Die SMV hat mit Unterstützung der Verbindungslehrkräfte Stefan Kruhl und Caroline Wenz die nötige Zahl an Unterschriften gesammelt, um am bundesweiten Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ teilnehmen zu können.

Am 18. Januar war es dann soweit, Schulleiter Tilman Hedinger begrüßte zu einer kleinen Feierstunde: Unter dem Applaus der SMV-Mitglieder konnten Schülersprecher Rouven Düppuis und Schülersprecherin Celina Pfeiffer die Urkunde aus den Händen von Cordula Brucker, der Landeskoordinatorin des Projekts, entgegennehmen.

Was bedeutet es aber für die Schule, wenn sie sich das Schild „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ an den Eingang hängen darf? Dazu findet sich auf der Website des Projektes Folgendes:

Der Titel ist kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft. Eine Schule, die den Titel trägt, ist Teil eines Netzwerkes, das sagt: Wir übernehmen Verantwortung für das Klima an unserer Schule und für unser Umfeld.“

Das bundesweite Projekt unterstützt Schulen dabei, sich gegen Rassismus einzusetzen. Dabei wird unter „Rassismus“ jede Form von Ausgrenzung verstanden, die sich gegen Menschen richtet, die „anders“ sind. Gegen solche Ausgrenzung wollen sich die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte am Gymnasium Neureut engagieren.

Unterstützt werden die Jugendlichen von Detlef Hofmann. Der Karlsruher Stadtrat und Vorsitzende der CDU-Fraktion hat sich gerne bereit erklärt, das Amt des Projektpaten zu übernehmen. In seiner Ansprache berichtet der Olympiasieger im Kanu-Rennsport von 1996 und heutige Bundestrainer, dass man auch im Leistungssport mit dem Thema Rassismus konfrontiert sei. Nachdem im letzten Jahr ein Kanusportler iranischer Herkunft, der auf der klassischen Balkanroute nach Deutschland geflüchtet ist, für das deutsche Nationalteam nominiert worden sei, habe das einen schlimmen „shitstorm“ nach sich gezogen. Andererseits aber habe der Sportler auch sehr große Unterstützung erfahren. Diese Unterstützung stimmt Hofmann zuversichtlich, dass die Gesellschaft es schafft, Rassismus keinen Raum zu geben. Am Gymnasium Neureut jedenfalls ist man dazu fest entschlossen.

Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte am Gymnasium Neureut versprechen sich von dem Projekt, dass sich an der Schule alle aktiv gegen Diskriminierung, gegen Mobbing und Gewalt einsetzen. Und dass viele Impulse auch aus der Schule heraus in den Alltag getragen werden.

 

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