Infoabend 2019

Infoabend am Gymnasium Neureut: Was macht eine gute Schule aus?

Eine Aula mit doppeltem Ausmaß wäre gut gewesen. Dennoch: Die Eltern, die keinen Sitzplatz gefunden hatten und in mehreren Reihen an den Wänden standen, hielten tapfer und interessiert durch. Ihre Kinder hatten glücklicherweise mehr Bewegung. In kleinen Gruppen wurden sie durch das Schulhaus des Gymnasiums Neureut geführt und bekamen in Unterrichts-Sequenzen einen ersten Eindruck davon, was sie möglicherweise in der 5. Klasse im kommenden Schuljahr erwartet. Selten war der Andrang von Eltern sowie Schülerinnen und Schülern bei einer Informationsveranstaltung für Viertklässler so groß gewesen. Gut zwei Stunden lang präsentierte die gesamte Schulgemeinschaft das Angebot des Gymnasiums an der Unterfeldstraße, das weit über den Unterricht hinausgeht. „Das ist nur ein winziger Teil dessen, was Ihre Kinder hier erwarten dürfen“, meinte auch Celina Pfeiffer, Schülersprecherin des Gymnasiums Neureut, die zusammen mit Schülersprecher Ruben Düppuis und der SMV die Schule „zu einem noch besseren Ort machen“ will, wie sie betonte. Genau wie alle anderen, die am Gymnasium Neureut arbeiten oder sich engagieren.
Aber was macht eine gute Schule aus, in die Eltern ihre Kinder gerne schicken? Natürlich sind es zunächst viele gute und engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die fordern, fördern, wertschätzen und mit den Eltern in regem Kontakt stehen. Zu einer guten Schule gehört auch ein breites unterrichtliches Angebot, das möglichst mehrere Bereiche abdeckt. Genauso wichtig aber ist das soziale Miteinander, das durch das Lernen sozialer Kompetenzen gefördert wird und zahlreiche gemeinsame Unternehmungen, auch außerhalb des Unterrichts, mit einschließt. Wenn es dann doch einmal Probleme gibt, sind gut ausgebaute Strukturen notwendig, mit denen Konflikte gelöst werden, zum Beispiel Mediation, Beratung und Schulsozialarbeit. Darüber hinaus aber sollte es die Möglichkeit für ein warmes Mittagessen und ein nachmittägliches Betreuungsangebot geben. Und nicht zuletzt sind rührige Eltern und ein engagierter Förderverein wichtig, um Veranstaltungen und eine Ausstattung zu ermöglichen, die der Schulträger nicht finanziert.
All das kann das Gymnasium Neureut mit seinen 65 Lehrkräften und 650 Schülerinnen und Schülern bieten. „Wir sind im ständigen Austausch miteinander, um die Schule noch weiter voranzubringen“, erklärte Schulleiter Tilman Hedinger den Eltern in der Aula. Neben einem Schwerpunkt auf den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), in denen das Gymnasium Neureut Exzellenzschule ist, liegt ein Fokus auch auf den Sprachen. So ist es möglich, in der 5. Klasse mit Englisch oder Französisch zu beginnen – die jeweils andere Fremdsprache startet dann in Klasse 6. Auch das interkulturelle Lernen und zahlreiche Austauschkontakte mit Frankreich, Großbritannien, den USA und China haben einen hohen Stellenwert am GN, wie Abteilungsleiterin Birgit Breunig betonte. In Klasse 8 können die Kinder zwischen den Profilfächern Naturwissenschaft und Technik (NWT) oder Latein wählen – neu hinzugekommen ist in diesem Schuljahr als Profilfach auch Informatik, Mathe und Physik (IMP), wobei der Schwerpunkt hier auf Informatik liegt. Sprachbegeisterte können noch Spanisch als spätbeginnende Fremdsprache in Klasse 10 wählen. Als „Fundament eines erfolgreichen Schul- und Berufslebens“ bezeichnete Abteilungsleiterin Aleksandra Griesinger das Methoden- und Sozialtraining am Gymnasium Neureut. Auch die Mediation und Beratung am GN sind einzigartig in der Region. Etwas Besonderes und im Schulalltag allgegenwärtig ist auch das Zertifikat als Umweltschule. Hier finden immer wieder Aktionen statt, die wiederum das Gemeinschaftsgefühl stärken. Ein gewisser Stolz zeigt sich am GN auch auf die Sportanlagen: zwei Hallen, ein Kraftraum und ein voll ausgebautes Leichtathletikfeld. „Die Schule liegt im Grünen – es gibt viel Platz, um zu toben und Energie loszuwerden“, so Patrick Krätz, stellvertretender Schulleiter. Und nicht zuletzt gibt es in jedem Klassenzimmer dank des Fördervereins eine hervorragende Medienausstattung, es gibt Betreuungsangebote am Nachmittag und eine nagelneue, schicke Mensa, die vor allem durch das Engagement von rührigen Eltern realisiert werden konnte.
Und wen dieses Angebot überzeugt hat und wem die Schule an der Unterfeldstraße auf den ersten und zweiten Blick sympathisch war, der kann sein Kind zu folgenden Terminen anmelden: am Mittwoch, 13. März, von 14 bis 18 Uhr und am Donnerstag, 14. März, von 8.30 bis 12 Uhr. Infos zu Anmeldung (mh)

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