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Prävention

Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt am Gymnasium Neureut

Sexualisierte Gewalt ist ein gesellschaftliches Problem, das auch vor den Schulen nicht Halt macht – Studien zeigen, dass durchschnittlich ein bis zwei Kinder einer Klasse betroffen sind. Das Land Baden-Württemberg hat auf diese alarmierende Datenlage reagiert, indem es alle Bildungseinrichtungen verpflichtet, verschiedene, ineinandergreifende Maßnahmen zu entwickeln, die Schülerinnen und Schüler vor sexualisierten Übergriffen schützen.

Am Gymnasium Neureut haben wir bereits einen Prozess gestartet, in dessen Verlauf ein wirksames und passgenaues Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt entstehen soll. Wir möchten die Arbeit auf eine breite Basis stellen und von Beginn an Schülerinnen und Schüler, Eltern, die Lehrerschaft sowie externe Fachleute einbeziehen. Gemeinsam möchten wir erreichen, dass...

- ...sich alle am Schulleben beteiligten Personen jederzeit sicher und geschützt fühlen.
- ...die Schülerinnen und Schüler darin gestärkt werden, ihre Grenzen sowie die Grenzen anderer wahrzunehmen und anzuerkennen.
- ...Ansprechstellen eingerichtet und transparente Beschwerdestrukturen aufgebaut werden.
- ...alle Lehrerinnen und Lehrer für das Thema sensibilisiert und bei der Entwicklung einer präventiven Erziehungshaltung unterstützt werden.
- ...die Schülerinnen und Schüler durch Präventionsangebote kontinuierlich begleitet werden.
- ...bestehende Verbindungen zu externen Fachleuten ausgebaut und neue geknüpft werden.

Ein umfassendes Schutzkonzept zu erarbeiten, zu beschließen und umzusetzen erfordert viel Zeit und mitunter kleinteilige Arbeit in Fachgruppen und Gremien. Der Gesamtprozess kann grob in folgende Handlungsschritte aufgeteilt werden:

- Schulleitung startet den Prozess / Einsetzung einer Planungsgruppe
- Schulinterne Potenzial- und Risikoanalyse
- Planung und Durchführung eines pädagogischen Tages
- Entwicklung eines Entwurfs des Schutzkonzepts
- Diskussion und Beschlussfassung in der Schulkonferenz
- Umsetzung und Weiterführung des Konzepts
- Überprüfung der Wirksamkeit

Für Fragen, Anregungen oder konkrete Verdachtsfälle dürfen Sie sich / dürft ihr euch jederzeit beim Präventionsteam melden.
Sebastian Basler (sebastian.basler@bw.schule)
Aleksandra Griesinger (aleksandra.griesinger@bw.schule)
Joscha Thoma (joscha.thoma@bw.schule)

Stärke und Sozialkompetenz durch Vorbeugung

Das Gymnasium Neureut nimmt am Präventionskonzept stark.stärker.WIR des Landes Baden-Württemberg teil.

Die schulische Präventionsarbeit zielt in erster Linie auf die Entwicklung personaler und sozialer Kompetenzen ab sowie auf eine positive Grundhaltung zum Leben (Förderung der Resilienz). Sie umfasst die Bereiche allgemeine Prävention, Gewaltprävention, Suchtprävention und Gesundheitsförderung und bezieht alle am Schulleben beteiligten Personengruppen ein: Schüler und Schülerinnen, Lehrkräfte und Eltern. Lesen sie dazu eine ausführliche Beschreibung des Konzepts.

Am Gymnasium Neureut wird das Präventionskonzept u. a. durch folgende Programme und Aktivitäten umgesetzt:

  • Orientierungswoche für die neuen Fünftklässler: Kennenlernen und Ankommen am Gymnasium Neureut
  • Feste Klassenlehrerstunde für prosoziales Lernen (Meso-Stunde) in den Klassen 5 und 6
  • Klassenrat (ab Klasse 6)
  • Patenmodell für die Klassen 5 und 6
  • Erlebnispädagogische Klassenfahrt in Klasse 5 zur Stärkung der Klassengemeinschaft 
  • Vortrag im Landesmedienzentrum "Sicheres Internet, Cybermobbing" (Klasse 5 oder Klasse 6)
  • Elternabende zum Thema Chancen und Herausforderungen des Internets
  • Projekt “Mobbingfreie Schule - Gemeinsam Klasse sein” der TK (Klasse 7)
  • Klassenfahrt in Klasse 8 mit erlebnispädagogischem Schwerpunkt
  • Präventionsveranstaltung mit einem ehemaligen Alkoholiker in Klasse 8
  • Vortrag der Polizei zum Thema „Alkohol und Führerschein“ (Klasse 10)
  • Verschiedene Schülerlaustauschprogramme (Frankreich, England) zur Förderung der Selbständigkeit
  • Mediationsteam: Angebot der Streitschlichtung für Eltern, Lehrer und Schüler.