Gottesdienst am Ende des Schuljahres: Von Wünschen und Rückschlägen
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Wovon träumen Menschen? Wie gehen sie damit um, wenn ihre Wünsche nicht in Erfüllung gehen? Was hat Gott damit zu tun? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der sehr gut besuchte Jahresabschlussgottesdienst in der Kirche St. Judas Thaddäus, den vor allem die 9c und 9d mit Hilfe der Siebtklässler organisiert hatten. Sehr abwechslungsreich und voller Ideen zeigte sich die feierliche Veranstaltung, bei der Lehrkräfte lediglich die musikalische Begleitung übernahmen. Mit Puzzleteilen, auf denen die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher Wünsche und Träume notieren konnten, wurden gemeinsam große Kreuze gestaltet. Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler sprachen darüber, welche Wünsche sie umtreiben. Und diejenigen, die im Frühjahr Taizé besucht hatten, erzählten, was sie von dort mitgenommen haben und was sie beeindruckt hat.
Im Mittelpunkt aber stand die Frage, wie man mit Zweifeln und Enttäuschungen umgeht, mit Situationen, in denen Träume und Wünsche platzen. Raphael und Frieda sprachen über das Gefühl, ungerecht behandelt worden zu sein und darüber, wie man mit Rückschlägen umgeht. Als Vorbild und gutes Beispiel nannte Frieda Josef, dessen Geschichte im 1. Buch Mose erzählt wird. „Er hatte große Träume von seiner Zukunft“, so Frieda. „Er merkte, dass ihm Großes bevorstand; aber alle lachten ihn aus. Das muss ihn sehr verletzt haben“. Gott aber, so stimmte Raphael zu, habe Josef trotzdem nie alleingelassen. „Er hat also auch dann einen Plan, wenn wir ihn nicht sehen“, so Raphael. Und was bedeutet das? „In Gott zu vertrauen heißt nicht, nie Rückschläge zu erleben“, meint Raphael, „sondern auch bei Rückschlägen weiterzumachen, in dem Wissen, dass Gott da ist“.
In dem Vertrauen, dass Gott bis zum Ende der Ferien alle fest in seiner Hand hält, verabschiedete sich die Schulgemeinschaft dann mit dem Irischen Reisesegen in die Sommerferien. Aber draußen, im Vorraum der Kirche, wartete eine Überraschung auf die Gottesdienstbesucher: eine Kugel Eis für alle. Es müssen nicht immer die großen Träume sein, die in Erfüllung gehen. (mh)