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Forscherwoche zum Thema Wasser: Lehrreich, spannend und schön

Drei Schüler machen chemische Wasseranalysen

Tag 1: Anreise und Brückenbau

Am Montag ging es los zur Forscherwoche mit dem Thema Wasser in Adelsheim. Morgens, voller Energie, trafen wir uns alle um 7:45 Uhr in der Schulmensa. Nach der Einteilung in Mentoren-Gruppen, welche wichtig waren, um den Überblick bei der Hinfahrt zu behalten, liefen wir mit ca. 50 Kindern mit Koffern und Taschen bepackt los. Bei der Haltestelle Bärenweg nahmen wir die nächste Bahn Richtung Innenstadt. Beim Karlsruher Hauptbahnhof angekommen, fuhren wir mit dem Zug in Richtung Adelsheim. Und da gab es auch schon den ersten Schock! Plötzlich rannte der Zugbegleiter an uns vorbei und kurz darauf erfuhren wir, dass jemand im Zug umgekippt war. Bei der nächsten Haltestelle (Eppingen) endete die Fahrt, da die Person ärztliche Hilfe benötigte. Nach einem kleinen Umweg und einer extra Zugrunde kamen wir endlich an, aßen zu Mittag, bezogen unsere Zimmer und bekamen ein paar Infos zum restlichen Tag und der Woche. Dann wurde uns der erste Auftrag einleitend zum Thema Wasser erteilt: Wir sollten eine Brücke bauen aus dem Material, das wir finden konnten (auch aus uns selbst). Nach dem Umsetzen der Herausforderung holten wir unser Fototeam und dokumentierten die entstandenen Bauwerke. 

Dann war der Tag auch fast schon rum und wir aßen zu Abend. Ein Highlight aber gab es noch: das Schwimmbad - hier konnten sich alle nochmals abkühlen. Das war ein schöner erster Tag.

Tag 2: Besuch des Klärwerks und der Tropfsteinhöhle

Am zweiten Tag sind wir, die Klassen 5-7, zu der Kläranlage in Möckmühl gefahren. Dort haben wir viele Sachen gelernt, darunter wie Abwasser gesäubert wird. Zuerst haben wir gesehen, wie das Abwasser 4 Meter hochgeschraubt wird. Dann gingen wir zu dem Rechen, wo uns gezeigt wurde, wie der Rechen alles herausfiltert, was größer als 6 mm ist - die Überreste werden verbrannt. Bei der nächsten Anlage wird Luft in das Wasser gepresst. Der Sand und das Fett werden gefiltert und der Sand schließlich auf den Kompost gebracht. Jetzt kommt der biologische Teil: Hier wird das Wasser in einem äußeren und danach in einem inneren Ring gesäubert. Im äußeren Ring wird das Wasser gerührt. Durch Rohre mit Kompressoren wird Luft hinein gepumpt. Es wird aufgeschäumt. Kleine Tierchen reinigen das Wasser, damit verschiedene Stickstoffe entfernt werden, welche einen großen Anteil am Wasser darstellen. Im Anschluss werden Chemikalien hinzugefügt. Danach kommt das Wasser in den inneren Ring, das Nachklärbecken. Das Wasser wird verteilt und der Schmutz setzt sich ab. Es wird sauber und klar. Nun ist es schon ein großer Unterschied vom Wasser am Anfang bis zu diesem Schritt. Doch leider können Mikroplastik und Arzneimittel nicht entfernt werden. Dafür werden Versuche gemacht, um auch diese Stoffe zu entfernen. Das bisher gesäuberte Wasser kommt in die Jagst. Der Klärschlamm ist der Rest des Überlaufs und wird in ein Becken geleitet. Von dort kommt es in eine Presse, wo probiert wird, das gesamte restliche Wasser aus dem Schlamm zu entfernen. Nun löst sich das Wasser vom Schlamm. Der Rest des Schlammes wird nun noch einmal gepresst, um wirklich alles Wasser auszuleiten. Die Überreste des Schlammes werden in einer speziellen Monoverbrennungsanlage verbrannt. 

Im Jahr werden etwa 1000 Tonnen Restschlamm verbrannt. Nun kamen wir ins Labor. Dort werden Tests vom Wasser gemacht und ausgewertet. Es entstanden verschiedene Farben, die jetzt in das Fotometer kommen. Es wird umgerechnet, wie viele verschiedene Stoffe sich in den Proben befinden. Danach wird die Probe gefiltert und getrocknet. Jetzt wurde uns die Steuerung erklärt, da die ganzen Pumpen mit Feinwerktechnik überwacht werden. Wir haben noch einige Fragen gestellt und ein Wasser bekommen. Dann sind wir mit dem Zug zurückgefahren.

Nach der Besichtigung des Klärwerks haben wir erstmal zu Mittag gegessen, bevor wir in den Werkraum gegangen sind und Leinwände zum Thema Wasser und Ozeane mit Acrylfarben bemalt haben. Frau Greif und Herr Schreiber haben uns die Leinwände gebracht. Daraufhin haben wir uns Farbe geholt und es ging los! Man durfte entscheiden, ob man alleine oder zusammen malen wollte. Jeder hatte tolle Ideen und durfte malen, was für ihn Wasser bedeutet. Manche haben abstrakt gemalt und andere realistisch. Viele haben Farben gemischt, so dass ganz neue Farben entstanden sind. Ein paar Leute kamen auf die Idee, zwar zwei Bilder zu malen, aber trotzdem so, dass sie eines ergeben. 

Manche haben auch ein Bild zusammen gemacht. Es kamen sehr schöne und unterschiedliche Bilder heraus. Uns allen hat es sehr viel Spaß gemacht!

Wir, die Älteren, blieben im LSZU, wo wir uns in Gruppen mit dem Thema „Konflikte mit Wasser“ auseinandersetzten. Diese beleuchteten wir sowohl politisch als auch wirtschaftlich und beschäftigen uns ebenfalls mit Wasserverschmutzung und Folgen. An diesen Projekten sollten wir die ganze Woche lang weiterarbeiten. Am Ende besprachen wir unsere Fortschritte noch, bevor es schon zum Mittagessen ging.

Nachdem wir alle gesättigt waren, machten wir uns mit angepasster Kleidung auf in Richtung Tropfsteinhöhle. Dort nahmen wir an einer Führung teil, welche uns durch die 600 Meter freiliegenden Teile der Höhle führte. Währenddessen erfuhren wir eine Menge über die Entstehung und den Fund der Höhle. Die 1971 entdeckte Höhle beinhaltet viele magisch aussehende Tropfsteine. Mit etwas Fantasie erkennt man auch die unterschiedlichsten Formen, wie zum Beispiel ein Schweinchen oder einen Nikolaus. Der größte Tropfstein trägt allerdings den Namen „Hochzeitstorte“- dieser Tropfstein trägt den Namen aus dem Grunde, da er wie eine Torte aussieht und oben von einem Brautpaar geziert wird. Die Führung war sehr interessant und die Tropfsteinhöhle mit ihren 11 Grad war eine schöne Abkühlung bei den warmen Temperaturen.

Als wir von unserem Ausflug zurückkehrten, machten wir erstmal eine kurze Pause, bevor einige von uns mit Frau Windisch in die Küche gingen und dort Joghurt, Baguette- und Pfannenteig zubereiteten, aber auch Kräuterbutter herstellten. Diejenigen, die nicht zur heutigen Küchencrew dazugehörten, hatten die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen oder an ihren Projekten weiterzuarbeiten. Danach war es auch schon Zeit zum Abendessen zu gehen und die darauffolgende Freizeit zu genießen. Später am Abend trafen wir uns erst zum WM-Halbfinale wieder, welches wir gemeinsam schauten, und für das die Küchencrew Popcorn produziert hatte.

Tag 3: Gewässeruntersuchung und ein spannendes Interview

 Am Mittwoch stand die Gewässeruntersuchung auf dem Plan. Nach dem Frühstück trafen wir uns alle um 9 Uhr im Seminarraum. Dann ging es auch schon auf in die Innenstadt von Adelsheim an die Flüsse Seckach, Kirnau und an einen kleinen Bach, der sich aus der Seckach speist. Dort angekommen teilten wir uns in drei Gruppen auf. Nachdem wir mit Keschern und Untersuchungskoffern ausgerüstet worden waren, suchten wir unseren Fluss auf und los ging es. Unser Auftrag war, das Gewässer nach kleineren Tieren abzusuchen, z.B. kleine Fische, kleine Krebstiere und Ähnliches. Dafür wateten wir in den Fluss und fuhren mit den Keschern an Algen und am Boden entlang. Nach etwa eineinhalb hatte jedes Team ein paar schöne Exemplare gefangen. Diese wurden dann (natürlich mit genügend Wasser) in ein Glas gesetzt und für weitere Untersuchungen ins LSZU mitgenommen. Als alle wieder aus dem Fluss draußen waren, überraschten uns die Lehrer: Wir gingen Eis essen. Gleich darauf liefen wir zurück. 

 Für die, die bei den Gewässerproben nicht dabei waren, gab es beim LSZU verschiedene Programmpunkte. Eine Gruppe ging mit Frau Windisch in die Küche, um dort Butter, Kräutersalz, Käse und Brot herzustellen. Die anderen beschäftigen sich mit ihren Projekten oder bastelten Leporelli, welche dazu dienten, unsere Ergebnisse der nächsten Tage zu protokollieren. Gegen 11 Uhr bekamen wir Besuch vom Hausmeister, den wir freundlicherweise interviewen durften. Dabei ging es natürlich, passend zu unserem Thema der Woche, hauptsächlich um den Verbrauch von Wasser innerhalb des LSZUs, um die Wasserspender und um Wassersparen. Aber auch andere ökologische Aspekte, wie man Energie sparen kann, waren Gesprächsthema. Insgesamt war die Konversation sehr informativ und wir können vor allem daraus schließen, dass wir uns am Gymnasium Neureut sehr glücklich schätzen können, Wasserspender zu haben.

Danach ging es auch schon zum Mittagessen, wo wir auf die anderen trafen, die von ihrer kleinen Expedition zurückkamen.

Kurz nachdem wir gegessen hatten, trafen wir uns im Seminarraum und teilten uns erneut in Gruppen auf. Für einen Teil derjenigen, die vormittags bei den Gewässerproben dabei waren, stand die Untersuchung der gefangenen Tiere auf dem Programm.

Andere untersuchten die Wasserproben, daraus sollte dann am nächsten Tag weitergearbeitet werden, um schließlich aus beiden Faktoren (Tiere und das Gewässer) die Wassergüteklasse der drei Flüsse bestimmen zu können. Die Tiere wurden skizziert und die Ergebnisse anschließend in unsere Leporelli übertragen werden.

Wieder andere arbeiteten an ihren Projekten von Dienstag weiter oder stellten mit Frau Windisch selbst Mozzarella und Knäckebrot her. Nach dem Abendessen ging es sportlich weiter und einige gingen auch noch ein Projekt in der Küche an. Kurz vor 21Uhr trafen sich wieder viele im Seminarraum, um auch an diesem Abend WM zu schauen. Und für die weniger Fußballinteressierten gab es natürlich andere Möglichkeiten, sich zu beschäftigen.

Tag 4: Beendigung der Projekte und Analysen

Der Morgen begann für die, die wollten, mit einer Runde Morgensport.

Nach dem Frühstück sollten wir dann bis zum Mittagessen an unseren Projekten weiterarbeiten. In dieser Zeit entstanden die Leporelli zu den Gewässerproben, dem Besuch beim Klärwerk und eines zu unserer Freizeit. Alle waren sehr schön gestaltet. Ein paar wenige arbeiteten in dieser Zeit noch an der Untersuchung des Wassers aus den Flüssen. Schließlich gingen alle zum Mittagessen.

Nachdem das Essen beendet war, trafen sich die Fünft-, Sechst-, und Siebtklässler mit Frau Greif und Herrn Schreiber, um wie die anderen am Dienstag die Tropfsteinhöhle zu besichtigen.

In dieser Zeit hatten die Älteren etwas freie Zeit, trafen sich allerdings später wieder, um den weiteren Verlauf des Tages zu besprechen und um die verschiedenen Aufgaben für die Abreise am nächsten Tag zu verteilen. Danach wurden noch einmal die Projekte feingeschliffen und es gab eine Küchencrew, die ein letztes Mal mit Frau Windisch in die Küche ging.

Und dann war es auch schon soweit: Unser letztes Abendessen am LSZU stand an. Am Abend wurden wir dann noch mit den Ergebnissen aus der Küche verköstigt, bevor wir uns daran machten, schon einmal im Hinblick auf den nächsten Tag aufzuräumen.

Tag 5: Mültrennung und Abreise

Am Freitag packten wir in unseren Zimmern bereits alles fertig, um nach dem Frühstück nur noch fegen zu müssen, da wir um 8:45 Uhr aus den Zimmern raus sein sollten. Dann sind wir alle um kurz vor 8:00 Uhr an der Mensa angekommen und haben gegessen. Danach sollten wir unsere Taschen zum Treffpunkt bringen, wo Angelina und Annika, die FÖJler, die uns die Woche betreut hatten, schon auf uns warteten. Es gab ein paar Freiwillige, die mit ihnen den Müll, der sich in der Woche angesammelt hatte, kontrollierten und gegebenenfalls neu trennten. Dabei haben wir viel gelernt. Doch dann war leider schon Abreisezeit und wir haben uns auf den Weg gemacht, sind kurz gelaufen und dann mit dem Zug zurückgefahren. Und so schnell ging diese ereignisreiche, informative und schöne Fahrt rum.

Abschließend aus dieser Woche können wir sagen, dass Wasser das Wichtigste ist, was wir brauchen. Ohne könnte niemand überleben. Der Mangel an sauberem Wasser wird in Zukunft ein großes Problem darstellen und in vielen Bereichen der Erde ist das bereits heute der Fall.

Schlussendlich wollen wir uns als Schüler und Schülerinnen bei allen, die uns diese Woche möglich gemacht haben, bedanken. Unser Dank geht an unsere Lehrer: Herrn Thoma, Frau Windisch, Frau Greif und an Herrn Schreiber, die uns die Woche über begleitet und geleitet haben. Aber auch dem LSZU wollen wir Danke sagen, dass unsere Forscherwoche dort nun schon zum 4. Mal stattfinden konnte.

Und zu guter Letzt wollen wir alle Interessierten zu unserem Infoabend am Schulhock um 19:00 Uhr einladen, an dem wir unsere Ergebnisse der letzten Woche vorstellen werden.

(Cecilia M. (8a), Julius H. (8c), Jule M. (6d), Jonas S. (6c) Flora M. (5a)  Mathea E.(5a), Lea H.(5d))