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Austauschprogramm mit Chile: Neue Freundschaften und viele Erfahrungen

Das Foto zeigt die chilenische Flagge vor der Austauschschule

Bei diesem Austausch nehmen viele deutsche Schüler aus ganz Deutschland teil und verbringen zwischen sechs und zwölf Wochen in einer Gastfamilie. Jedem wird ein Austauschpartner oder eine -partnerin im selben Alter zugeteilt, der oder die möglichst ähnliche Interessen hat.

Als wir ankamen, hatten die Chilenen noch Ferien, weshalb viele erst einmal in den Urlaub gefahren sind, z.B. in den Süden oder Norden von Chile, nach Brasilien, Peru, etc. In dieser Zeit konnten wir die Gastfamilien und unsere Austauschpartner besser kennenlernen. 

Nach zwei Wochen hat dann die Schule angefangen. Die meisten Schüler wurden mit dem Auto in die Schule gefahren, je nachdem, wo man aber gewohnt hat, konnte man sogar zu Fuß gehen. Die deutsche Schule Valparaíso ist sehr groß und begrüßt jedes Jahr neue Austauschschüler, weshalb sowohl die Familien als auch die Lehrer gut auf uns vorbereitet waren. Dort angekommen, wurde jedem Deutschen ein Stundenplan gegeben, im Idealfall ist man dann mit ‚seinem‘ Chilenen in die Klasse gekommen. Die Schule ist in manchen Bereichen ähnlich wie unser Gymnasium Neureut, es gibt aber trotzdem viele Unterschiede. In Chile werden die gleichen Fächer unterrichtet, inkl. Deutsch, aber auch andere Fächer, die wir nicht kannten – zum Beispiel Geschichte auf Deutsch, Musikgeschichte oder Sportunterricht nach Wahl (Volleyball, Handball, Fußball, Schwimmen, Leichtathletik, etc.). Außerdem haben die Schülerinnen und Schüler in Valparaíso jeden Tag Nachmittagsunterricht, außer mittwochs. Wir mussten allerdings nur sechs Stunden täglich in die Schule gehen und waren dann befreit. Dadurch hatten wir auch öfter mal einen Ausflug mit der Schule, konnten kochen oder an Projekten (z.B. eine Hauswand großflächig bemalen) teilnehmen. Mittags aßen wir dann immer das mitgebrachte Essen von den Familien, in der Schulkantine oder gingen in die Stadt, um zu essen. 

Nach der Schule konnte man dann in die Stadt gehen, an den Strand, nach Hause oder in der Schule bleiben. Wir hatten so die Möglichkeit, auch die deutschen Austauschschüler aus anderen Städten kennenzulernen, wodurch in unserem Fall auch neue Freundschaften entstanden sind. Die Wochenenden haben wir normalerweise mit den Familien verbracht. Oft haben wir Tagestrips nach z.B. Santiago, die Hauptstadt, gemacht oder haben uns mit anderen Chilenen und deren Austauschpartnern getroffen. Es gab gelegentlich auch Partys, zu denen uns die Chilenen mitgenommen haben. Generell hat man sehr viel Zeit mit seinem Austauschpartner verbracht, weshalb es wichtig war, eine gute Verbindung aufzubauen. Im Notfall wäre es aber auch möglich gewesen, den Partner bzw. die Gastfamilie zu wechseln. 

Zusammenfassend würden wir sagen, dass wir viele unvergessliche Momente erlebt haben und neue Freundschaften schließen konnten. Selbstverständlich haben sich unsere Spanischkenntnisse in den zwei Monaten sehr verbessert. Wir können diese tolle Erfahrung wirklich weiterempfehlen und freuen uns, diesen Winter ‚unsere‘ Chilenen hier bei uns in Neureut willkommen zu heißen. Falls ihr noch Fragen bezüglich des Austauschs habt, könnt ihr uns jederzeit ansprechen : ).

Luana und Talita