Abschied am Ende des Schuljahres: „Mit Herz, Geduld und Fachwissen“
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Maxi Feser, Derya Leffler und Roman Schreiber verlassen das Gymnasium Neureut nach ihrem erfolgreich absolvierten Referendariat. Kunstlehrerin Anna Schmidt hatte ein Jahr lang eine Krankheitsvertretung übernommen. Allen vieren dankte der stellvertretende Schulleiter Patrick Krätz für das Engagement, die Verlässlichkeit und die Ideen, mit denen sie Schule und Unterricht bereichert haben. In Abwesenheit in den Ruhestand verabschiedet wurde Pfarrer Ralf Kirschke, der seit 16 Jahren am Gymnasium Neureut evangelische Religion unterrichtet hatte. In seiner Abschiedsrede an das Kollegium, die er von Patrick Krätz vorlesen ließ, betonte er, dass „Glaube und Denken keine Feinde“ seien. Es gelte, Argumente zu prüfen und den Verstand zu schärfen, um zu einer mündigen Haltung zu gelangen. Gleichzeitig beklagte er eine „ausufernde Bürokratie und Digitalisierung unseres Schulsystems“, das dadurch dazu neige, Individuen in starre Raster zu pressen. Um junge Menschen zu mündigen Bürgern zu erziehen, so Kirschke, bedürfe es aber der Freiheit. „Bewahrt euch diesen Mut zur Freiheit“, so seine Bitte an die Kolleginnen und Kollegen. Auch die langjährige Kunstlehrerin Anita Herff verabschiedete sich in Abwesenheit von ihren ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Sie wird voraussichtlich im kommenden Schuljahr an einer wohnortnäheren Schule unterrichten, dankte den Kolleginnen und Kollegen in einem Schreiben für die gemeinsame Zeit und bat sie, gut auf sich achtzugeben.
Im Schuljahr 2019/2020 kam Nico Huber nach dem Referendariat mit den Fächern Mathematik, Physik, NwT und IMP an das Gymnasium Neureut. „Fachlich, menschlich und kollegial“ habe er in den vergangenen Jahren die Schule bereichert, so Schulleiterin Eva Gröger-Kaiser. Er habe seinen Schülerinnen und Schülern „auch gezeigt, dass Naturwissenschaften und Technik etwas mit Neugier, Ausdauer und kreativem Denken zu tun haben“. Sein Wunsch, näher an dem Lebensmittelpunkt bei seiner Familie in Appenweier zu arbeiten, wurde nun erfüllt. „Der letzte Antrag war erfolgreich“, so Eva Gröger-Kaiser. Ab dem kommenden Schuljahr wird Nico Huber in Kehl unterrichten. „Für uns bedeutet das: Wir verlieren einen geschätzten Kollegen. Für Sie bedeutet es: kürzere Wege, mehr Familienzeit und hoffentlich morgens ein bisschen weniger Pendelphysik“, so die Schulleiterin.
Natürlich ließen seine Fachschaften ihn nicht ohne letzte „Prüfung“ ziehen. Ein witziges Quiz unter der Leitung von Alexander Meinzer wartete auf Nico Huber, eine Art Mischung aus „Tabu“ und „Dingsda“. Fachfremde Kolleginnen und Kollegen mussten naturwissenschaftlich-mathematische Begriffe wie „Sattelpunkt“, „Harmonische Schwingung“ und „Phasenverschiebung“ umschreiben. Nico Huber musste raten, welcher Begriff gemeint war. Dabei gab es kleine Preise in Form von gesunden Snacks zu gewinnen. Und natürlich viel zu lachen. Die Kolleginnen und Kollegen zeigten sich pfiffig beim Erklären und Nico Huber schnell beim Erraten.
Und bevor alle zusammen das Schuljahr mit einem Bufett ausklingen ließen, dankte Eva Gröger-Kaiser ihrem Kollegium, dem Sekretariat, der Schulsozialarbeit und den Hausmeistern sehr herzlich für das vergangene Schuljahr. „Zusammenhalt, Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen“ zeichneten unsere Schule aus, so die Schulleiterin. Es sei im zu Ende gehenden Schuljahr unglaublich viel geleistet und weit über das hinaus gearbeitet worden, was auf einem Stundenplan zu sehen ist. „Schule“, so betonte sie, „funktioniert durch Menschen, die mit Herz, Geduld und Fachwissen dabei sind“. (mh)